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Schlafpositionen

Schlafforscher haben herausgefunden, dass Menschen ihre Lieblingsposition beim Schlafen lebenslang nicht grundlegend verändern, was darauf hindeutet, dass die bevorzugte Stellung etwas mit der Persönlichkeit zu tun hat.

Kognitive Anstrengung wird nicht immer als unangenehm oder kostspielig empfunden

Viele außergewöhnliche menschliche Fähigkeiten, wie z. B. Lesen, das Beherrschen eines Musikinstruments oder das Programmieren komplexer Software, erfordern Tausende von Stunden Übung und ständige kognitive Anstrengung. Die vorherrschenden wissenschaftlichen Theorien besagen, dass kognitive Anstrengung als unangenehm empfunden wird und Menschen versuchen, sie so weit wie möglich zu vermeiden. Es gibt jedoch viele Situationen im Alltag, in denen sich Menschen anscheinend freiwillig anstrengen, auch wenn es keine offensichtliche äußere Belohnung gibt. So lösen viele Menschen gerne Sudoku-Rätsel, Studenten… Weiterlesen »Kognitive Anstrengung wird nicht immer als unangenehm oder kostspielig empfunden

Gehirngröße und Fleischkonsum

Viele wesentliche menschliche Merkmale wie größere Gehirne treten erstmals beim Homo erectus auf. Die Entwicklung dieser Merkmale wird gemeinhin mit einer grundlegenden Ernährungsumstellung in Verbindung gebracht, die mit einem erhöhten Verzehr von Fleisch einherging. Frühe archäologische Stätten, die Beweise für Fleischfresser enthalten, liegen vor dem Auftreten von Homo erectus, aber größere, gut erhaltene Stätten erscheinen erst nach der Ankunft von Homo erectus. Dieses qualitative Muster ist ein Schlüsselthema für den Standpunkt „Fleisch hat uns menschlich gemacht“, aber… Weiterlesen »Gehirngröße und Fleischkonsum

Veränderung von Gewohnheiten

Man kann die Welt oder sich selbst ändern. Das Zweite ist schwieriger. Mark Twain Für Wunder muss man beten, für Veränderung aber arbeiten. Thomas von Aquin Untersuchungen (Kuhbandner & Haager, 2016) zeigen, dass es einen Unterschied macht, ob man eine lästige Gewohnheit ablegen oder etwas Neues versuchen möchte. Man untersuchte in zwei Experimenten das Entstehen und anschließende Verändern von Gewohnheiten bei Annäherungs- und Vermeidungsverhalten. Versuchspersonen sahen vor sich auf einem Bildschirm zum einen eine kleine Figur (Avatar),… Weiterlesen »Veränderung von Gewohnheiten

Fördert das Gefühl der Vernachlässigung in der Kindheit später Depressionen?

Nach einer amerikanischen Längsschnittstudie von Ahuja et al. (2021) gibt es Hinweise darauf, dass das Gefühl der Vernachlässigung oder der fehlenden elterlichen Bindung in der Kindheit mit Depressionen in Verbindung steht. Ein Konstrukt, das bisher übersehen wurde, ist die Liebe der Eltern. Ziel der Studie war es, den Zusammenhang zwischen Menschen, die sich in ihrer Jugend nicht gewollt bzw. geliebt fühlten, und lebenslangen Depressionen zu analysieren und diesen Zusammenhang nach Geschlecht zu untersuchen. So gaben sechzehn Prozent… Weiterlesen »Fördert das Gefühl der Vernachlässigung in der Kindheit später Depressionen?

Harry Harlow

In seinen Forschungen kritisiert der Psychologe und Verhaltensforscher Harry Harlow (1949) die damaligen Ansätze zur Erklärung des Lernens bei Tieren und deren Übertragung auf den Menschen. Er merkt an, dass die meisten Versuchsergebnisse lediglich für die jeweilige untersuchte Tierart gelten und somit nicht auf den Menschen übertragbar seien, d. h., sie stifteten mehr Verwirrung als dass sie zu Erkenntnissen über das Lernen führten. Insbesondere störte Harlow die typischen Versuchsanordnungen, die meist nur eine sehr kurze Untersuchungsdauer umfasst… Weiterlesen »Harry Harlow

Die Übung „Three Good Things“

Mit der psychologischen Übung Three Good Things, für die man sich täglich nur ein paar Minuten Zeit nimmt, und zwar konstant über einen längeren Zeitraum, kann man langfristig produktiver arbeiten und auch zufriedener bei der Arbeit sein. Statt sich auf seine Fehler zu konzentrieren und davon abzuleiten, wie es künftig nicht oder besser laufen könnte, konzentriert man sich auf die Erfolgserlebnisse bei der Arbeit und leitet aus ihnen neue Denkmuster und Strategien ab, die auch bei zukünftigen… Weiterlesen »Die Übung „Three Good Things“

Der neuronale Mechanismus der Motivation

Fast alles, was Menschen in ihrem täglichen Leben tun, ist zielgerichtet, wobei das Gehirn einen Motivationszustand aufrechterhalten kann, um Handlungen zu lenken, mit denen gewünschte Ergebnisse erzielt werden können. Diese Fähigkeit, das Verhalten auf der Grundlage von Vorhersagen anzupassen, ist für Menschen von grundlegender Bedeutung, doch manchmal sind diese Prozesse beeinträchtigt, etwa bei Sucht, Depression, Zwangsstörungen oder Parkinson. Mithilfe der Kalziumbildgebung im Tiefenhirn, Elektrophysiologie und Optogenetik beobachteten Courtin et al. (2022) bei Mäusen, wie zum Zeitpunkt einer… Weiterlesen »Der neuronale Mechanismus der Motivation

Wirkung von Schokolade auf die Psyche

Generell liefern süße Nahrungsmittel Kohlenhydrate in Form von Zucker, wobei Kohlenhydrate die Insulinproduktion ankurbeln und Insulin die Aufnahme der Aminosäure Tryptophan ins Gehirn beschleunigt.  Der menschliche Organismus ist nicht in der Lage, diese Aminosäure herzustellen, sodass er auf die Zufuhr mit der Nahrung angewiesen ist. Schokolade besteht im Wesentlichen aus Kakao, Kakaobutter, Milcheiweiß und Zucker, und da Kakao und Milcheiweiß viel Tryptophan enthalten, wird die Synthese von Glückshormonen angeregt. Aus Tryptophan entsteht übrigens auch Serotonin, das für… Weiterlesen »Wirkung von Schokolade auf die Psyche

Entscheidungsfindung

Forschungsergebnisse der Kognitionspsychologie zeigen, dass menschliches Schließen und  Entscheiden nicht nur mit Hilfe rationaler Mechanismen erfolgt, vielmehr spielen auch Teile des Gehirns, die für Emotionen zuständig sind, eine wichtige Rolle. Und das vor allem dann, wenn schnelle und dennoch optimale Entscheidungen gefällt werden sollen.  Die Idee eines stets rational handelnden Menschen entstammt den Wirtschaftswissenschaften, doch nicht immer wägen Menschen Kosten und Nutzen ab, sondern sie folgen vor allem in kritischen Situationen ihren Emotionen, Konventionen und Werten. Daher… Weiterlesen »Entscheidungsfindung