Warum Schenken glücklich macht

Großzügiges Verhalten steigert bekanntermaßen das Glücksgefühl, was wiederum zu Großzügigkeit motivieren kann. In einer Studie untersuchten Park et al. (2017) mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie und eines öffentlichen Versprechens für künftige Großzügigkeit die Gehirnmechanismen, die großzügiges Verhalten mit einer Steigerung des Glücks verbinden. Die TeilnehmerInnen versprachen, in den nächsten vier Wochen Geld entweder für andere (Experimentalgruppe) oder für sich selbst (Kontrollgruppe) auszugeben. Es zeigte sich dabei, dass die Teilnehmer der Experimentalgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe in einer… Weiterlesen »Warum Schenken glücklich macht

Welche Menschen glauben an Astrologie?

Die Astrologie gilt bekanntlich als Pseudowissenschaft, für deren Inhalte und Aussagen es aus wissenschaftlicher Sicht keinerlei Beweise gibt, dennoch glauben weltweit viele Menschen daran, dass die Sterne und deren Konstellationen ihr Verhalten beeinflussen kann. Andersson et al. (2021) haben nun untersucht, ob individuelle Persönlichkeitsmerkmale solche erkenntnistheoretisch unbegründeten Überzeugungen vorhersagen können. In einer anonymen Online-Umfrage wurden der Glauben an die Astrologie, die Big-Five-Persönlichkeitseigenschaften, die Merkmale Narzissmus und Intelligenz erhoben. Die Datenanalyse mittels multipler linearer Regression zeigte, dass Narzissmus… Weiterlesen »Welche Menschen glauben an Astrologie?

Gehirngröße und Intelligenz

Es gibt nach dem Vergleich zahlreicher Studien nur einen mäßigen Zusammenhang zwischen Gehirngröße und der intellektuellen Leistung, d. h., dass die Größe des Gehirns für Leistungen etwa bei IQ-Tests eher eine untergeordnete Rolle spielt. Entscheidend ist vielmehr die Struktur des Gehirns, also der Aufbau von Cortex, Mittelhirn, Kleinhirn usw. und dass weiße und graue Gehirnmasse optimal miteinander verbunden sind. Der schwache Zusammenhang zwischen Gehirngröße und Intelligenz lässt sich eher als Art kognitive Reserve interpretieren, denn wenn gewisse… Weiterlesen »Gehirngröße und Intelligenz

Übergewicht ist auch die Folge einer Funktion des dopaminergen Belohnungssystems im Gehirn

Nach einem Bericht von Angelika Bischoff arbeitet bei adipösen Menschen das dopaminerge Belohnungssystem im Gehirn anders als bei normalgewichtigen Menschen, was sich auf das Verhalten nicht nur beim Essen auswirkt. Nahezu unablässig wirken Essensreize auf Menschen und deren Gehirn ein, etwa wenn sie Essen riechen oder schmecken, Nahrungsmittel oder die Werbung dafür sehen, eine Mahlzeit oder einen Snack verdauen. Stets ist dabei Dopamin involviert, das über dopaminerge Strukturen Hirnstamm, Mittelhirn und vor allem Teile der Basalganglien aktiviert.… Weiterlesen »Übergewicht ist auch die Folge einer Funktion des dopaminergen Belohnungssystems im Gehirn

Das Subjekt ist dort, wo der Körper ist

Der Psychiater und Philosoph Thomas Fuchs aus Heidelberg ist der Ansicht, dass das Gehirn sich nicht als Produzent des Geistes betrachten lässt, sondern es fungiert seiner Meinung nach vielmehr als Vermittlungsorgan für die biologischen und sozialen Kreisprozesse, in denen der Mensch steht. Es ist weder der Geist, noch das Gehirn, sondern der ganze Mensch, der denkt, fühlt und handelt. Er schreibt: „Bewusstsein ist keine Innenwelt, die sich mit Hirnzuständen identifizieren ließe. Es entsteht nur im dynamischen Zusammenspiel… Weiterlesen »Das Subjekt ist dort, wo der Körper ist

In welchen Schritten entwickelt sich eine Sprache?

Das soziale und kulturelle Leben des Menschen beruht auf einer einzigartigen Reihe von kommunikativen Fähigkeiten, wobei neu entstehende Kommunikationssysteme einen Einblick in die kognitiven und interaktionellen Grundlagen dieser Fähigkeiten bieten. Zwar ist weitgehend unbekannt, wie die mehr als 6000 natürlichen Sprachen der Welt entstanden sind, doch in jüngster Zeit sind neue Gebärdensprachen unter Gehörlosen entstanden, die sich in einer Gemeinschaft zusammengeschlossen haben, was Einblicke in die Dynamik der Sprachevolution bietet. Bei der Dokumentation der Entstehung dieser Sprachen… Weiterlesen »In welchen Schritten entwickelt sich eine Sprache?

Jüngere und ältere Menschen suchen unterschiedlich nach Wörtern

Wenn Menschen älter werden, fällt es ihnen zunehmend schwerer, im entscheidenden Moment die richtigen Wörter parat zu haben, und das, obwohl ihr Wortschatz im Laufe des Lebens eigentlich kontinuierlich anwächst. Nun haben Martin et al. (2021)  herausgefunden, dass es die Netzwerke im Gehirn sind, die ihre Kommunikation im Laufe der Zeit verändern, was sie ineffizienter macht. Man hat zwei Gruppen untersucht, und zwar jüngere ProbandInnen zwischen 20 und 35 Jahren und ältere zwischen 60 und 70 Jahren.… Weiterlesen »Jüngere und ältere Menschen suchen unterschiedlich nach Wörtern

Episodisches Gedächtnis bei Männern und Frauen leicht unterschiedlich

Sich daran zu erinnern, was man gestern getan hat, ist typisch für eine alltägliche Aufgabe für das episodische Gedächtnis. Asperholm et al. (2019) haben Studien aus vierzig Jahren zu Geschlechtsunterschiede im episodischen Gedächtnis untersucht und fanden einen allgemeinen weiblichen Vorteil bei Aufgaben, die überwiegend verbalisierbar sind, und einen männlichen Vorteil bei Aufgaben, die ein hohes Maß an räumlicher Verarbeitung erfordern. Auch wenn die Differenzen nicht allzu groß sind, gibt es doch kognitive Verschiedenheiten zwischen den zwei Geschlechtern… Weiterlesen »Episodisches Gedächtnis bei Männern und Frauen leicht unterschiedlich

Das Böse

Auf die bösen Menschen ist Verlass, die ändern sich nicht. William Faulkner Das Böse ist eine moralisch-philosophische Dimension und innerhalb der Psychologie nicht zu fassen, da diese neutral an Phänomene wie Gewalt oder Aggression herangeht. Der Begriff des Bösen ist daher nach Reinhard Haller auch nur schwer zu definieren und auch nur unzureichend zu erklären. Möglich wäre folgende Definition: „Das Böse kann als jener Handlungsteil verstanden werden, der mit freiem Willen unter Umgehung des ,Moralinstinkts’ durchgeführt wird… Weiterlesen »Das Böse