Agarwal et al. (2022) fanden heraus, dass die in Erdbeeren enthaltene bioaktive Substanz Pelargonidin mit weniger neurofibrillären Tau-Proteinen im Gehirn in Verbindung steht, die eines der Kennzeichen der Alzheimer-Krankheit sind, die durch abnorme Veränderungen der Tau-Proteine verursacht wird, die sich im Gehirn ansammeln. Man vermutet, dass die entzündungshemmenden Eigenschaften von Pelargonidin die allgemeine Neuroinflammation verringern, was die Produktion von Zytokinen reduzieren könnte. Zytokine wiederum sind Proteine, die von Zellen produziert werden und verschiedene Entzündungsreaktionen regulieren können. Entzündungen im Gehirn werden bekanntlich mit Alzheimer-Pathologien wie Plaques in Verbindung gebracht, und die Daten deuten darauf hin, dass Pelargonidin das alternde Gehirn vor der Entwicklung der Alzheimer-Pathologie schützen kann. Unter den Beeren ist die Erdbeere die reichhaltigste Quelle für Pelargonidin. Es gibt jedoch eine Einschränkung: Bei denjenigen, die das ApoE4-Gen besitzen, hatte der Pflanzenstoff keinen Effekt, wobei das ApoE4-Gen einen genetischen Risikofaktor für eine Alzheimer-Erkrankung darstellt.
Literatur
Agarwal, P., Holland, T. M., James, B. D., Cherian, L. J., Aggarwal, N. T., Leurgans, S. E., Bennett, D. A., & Schneider, J. A. (2022). Pelargonidin and Berry Intake Association with Alzheimer’s Disease Neuropathology: A Community-Based Study. Journal of Alzheimer’s disease, 88, 653–661.
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