Populärwissenschaftliches

Übergewicht ist auch die Folge einer Funktion des dopaminergen Belohnungssystems im Gehirn

Nach einem Bericht von Angelika Bischoff arbeitet bei adipösen Menschen das dopaminerge Belohnungssystem im Gehirn anders als bei normalgewichtigen Menschen, was sich auf das Verhalten nicht nur beim Essen auswirkt. Nahezu unablässig wirken Essensreize auf Menschen und deren Gehirn ein, etwa wenn sie Essen riechen oder schmecken, Nahrungsmittel oder die Werbung dafür sehen, eine Mahlzeit oder einen Snack verdauen. Stets ist dabei Dopamin involviert, das über dopaminerge Strukturen Hirnstamm, Mittelhirn und vor allem Teile der Basalganglien aktiviert.… Weiterlesen »Übergewicht ist auch die Folge einer Funktion des dopaminergen Belohnungssystems im Gehirn

Bedeutung des Geruchs aus psychologischer Sicht

Der Geruchssinn ist entwicklungsgeschichtlich einer der ältesten Sinne, denn keine andere Wahrnehmung empfinden Menschen so unmittelbar wie das Riechen. Während Sehen, Hören, Fühlen und Schmecken kognitive vorgefiltert werden, gelangen Geruchsinformationen unmittelbar ins Gehirn, da die Riechnerven direkt in die Nase reichen, wobei die Gerüche in annähernd der gleichen Gehirnregion wie Emotionen verarbeitet werden. Dieser ausgeprägte Geruchssinn hat in der Evolution den Menschen vermutlich geholfen, Mitglieder ihrer Familie oder ihrer Gruppe wahrzunehmen und so ein ausgeprägtes Sozialverhalten zu… Weiterlesen »Bedeutung des Geruchs aus psychologischer Sicht

Normale Vergesslichkeit gegenüber krankhafter Vergesslichkeit

Es gibt einige wesentliche Unterschiede zwischen einer normalen Vergesslichkeit und pathologischen Gedächtnisstörungen gibt, wie sie bei Frühformen von Demenz auftreten. So ist der Nutzen von Merkhilfen, etwa dem Zettel, auf dem man sich Dinge notiert, an die man unbedingt denken muss, bei Demenz-Frühformen zunehmend nicht mehr hilfreich, denn die Betroffenen schreiben etwas auf, aber sie wissen nicht mehr, welche Bedeutung es hat und in welchem Kontext sie etwas aufgeschrieben haben. Deutliche Unterschiede gibt es auch beim Verlegen… Weiterlesen »Normale Vergesslichkeit gegenüber krankhafter Vergesslichkeit

Aufwachrhythmus

Manche Menschen werden jeden Tag, also auch am Wochenende – immer zur gleichen Uhrzeit wach, während andere es schaffen, am Wochenende auszuschlafen bzw. sie werden erst dann wach, wenn der Wecker klingelt. Bei Menschen gibt es unterschiedliche Schlaftypen, wobei manche eher früher und andere eher später aufwachen, wobei dieser Biorhythmus auch genetisch bedingt ist. Ob Menschen wach werden oder nicht, hängt immer davon ab, in welcher Schlafphase sie sich gerade befinden, denn in Tiefschlafphasen geweckt bzw. wach… Weiterlesen »Aufwachrhythmus

Beeinflussen Geschwister den späteren Berufsweg?

Geschwister beeinflussen Menschen ein Leben lang, auch im Berufsleben. Die Beziehungen zu den Geschwistern sind bekanntlich die längsten Verbindungen, die Menschen haben können. Man weiß auch, dass das Verhältnis zu den Brüdern und Schwestern die Art und Weise, wie man sich im Beruf verhält, beeinflusst, denn bestimmte Verhaltensmuster übt man mit den Geschwistern schon in der Kindheit. Im Berufsleben ruft man später diese erlernten Verhaltensmuster dann wieder ab, etwa wenn man im Beruf mit anderen rivalisiert, denn… Weiterlesen »Beeinflussen Geschwister den späteren Berufsweg?

Glaubenssätze und ihre Auswirkungen auf die spätere Entwicklung

In der Kindheit werden wir nicht nur von Erlebnissen und Erfahrungen geprägt, sondern vor allem von den Meinungen und Zuschreibungen wichtiger Bezugspersonen, also von Eltern, Geschwistern und Freunden. Prägungen aus der Kindheit werden unter anderem auch in Glaubenssätzen gespeichert, die das spätere Denken und Handeln beeinflussen. Hört etwa ein Kind immer wieder, das ist fantasievoll oder faul sei, wird sich das bei entsprechender Wiederholung einprägen. Solche Annahmen über uns selbst müssen daher nicht zutreffen, denn sie spiegeln… Weiterlesen »Glaubenssätze und ihre Auswirkungen auf die spätere Entwicklung

Beeinträchtigung des Fötus auch bei Raucherinnen, die schon aufgehört haben!

Übrigens haben neuere Studien gezeigt, dass Rauchen die Entwicklung eines Babys auch dann noch schädigen kann, wenn die Mutter vor der Schwangerschaft damit aufgehört hat. Man untersuchte die DNA der Plazenta von Frauen, wobei bei Raucherinnenwurden in fast 180 Genom-Bereichen epigenetische Veränderungen festgestellt wurden. Ein ähnlicher Effekt trat aber auch bei Frauen auf, die bis zu drei Monate vor der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufgehört hatten, allerdings betrafen die Veränderungen des Mutterkuchens hier nur 26 Bereiche, allerdings… Weiterlesen »Beeinträchtigung des Fötus auch bei Raucherinnen, die schon aufgehört haben!

Kann man mit Rückwärtszählen Schmerzen lindern?

Bisherige Untersuchungen zeigten, dass eine erhöhte Aufmerksamkeit und emotionale Faktoren das Schmerzempfinden verstärken können, denn konzentriert man sich auf den Schmerz, erscheint er oft schlimmer, während es andererseits Hinweise darauf gibt, dass Ablenkung die Schmerzen dämpfen kann. Allerdings ist die genaue Art, wie sich dabei die Vernetzungen im gesamten Gehirn verändern, insbesondere bei sich lindernden Schmerzen, noch unklar, sodass nun von Schulz et al. (2020) untersuchten, wie kognitive Interventionen bzw. kognitive Strategien zur Schmerzlinderung die Gehirnaktivität beeinflussen… Weiterlesen »Kann man mit Rückwärtszählen Schmerzen lindern?