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Psychopathologie

Der Begriff Psychopathologie bedeutet die Lehre von den psychischen Erkrankungen.

Gefahrenpotential von Alkohol bei Kindern und Jugendlichen

Es ist nachgewiesen ist, dass je früher ein Mensch mit dem Trinken beginnt, desto höher ist später die Wahrscheinlichkeit, abhängig zu werden bzw. auch umso geringer die Chance, vom Alkohol wieder loszukommen. Dass frühes Trinken später sehr leicht in die Alkoholsucht führt, hängt unter anderem mit der körperlichen und psychischen Entwicklung zusammen, denn Jugendliche lernen in der Pubertät vieles völlig neu und bauen so den Alkohol als etwas Normales in ihr Leben ein. Wer hingegen mit fünfundzwanzig… Weiterlesen »Gefahrenpotential von Alkohol bei Kindern und Jugendlichen

Kann Koffein süchtig machen?

Koffeinhaltige Lebensmittel sind Verbrauchsgüter im alltäglichen Leben vieler Menschen, doch trotz seines vergleichbaren Wirkspektrums mit anderen Substanzen, die eine Abhängigkeit begünstigen können, gibt es kaum konsumgebundene Einschränkungen für Koffein, wobei die Beschaffung dieser Substanz verhältnismäßig leicht ist. Dabei stellt die Konsumation koffeinhaltiger Getränke und Lebensmittel für bestimmte Zielgruppen eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar, denn entgegen zahlreicher Studien, die neben Risikogruppen auch Abhängigkeitsmerkmale definieren, herrscht in den zwei dominierenden Klassifikationsmanualen, DSM-V sowie ICD-10 keine Einigkeit darüber, ob… Weiterlesen »Kann Koffein süchtig machen?

Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis ein Indikator für eine spätere Demenz

Der subjektive kognitive Abbau ist nachweislich eine Vorstufe der Demenz, wobei der Zusammenhang zwischen subjektivem kognitivem Abbau und Demenz jedoch hauptsächlich bei Menschen über 65 Jahren untersucht wurde. Möllers et al. (2022) haben den Zusammenhang zwischen subjektiven Gedächtnisschwierigkeiten im Alter von 50-75 Jahren und Demenz insgesamt sowie Demenz-Subtypen in einer gemeindebasierten Kohorte mit Langzeit-Follow-up untersucht. Über sechstausend Menschen (51 % weiblich) im Alter von 50 bis 75 Jahren (mittleres Alter 62), die in den Jahren 2000-2002 an… Weiterlesen »Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis ein Indikator für eine spätere Demenz

Warum sich Traumata verfestigen

Während des REM-Schlafs werden emotionale Erinnerungen im präfrontalen Cortex konsolidiert. Aime et al. (2022) untersuchten die Auswirkungen des REM-Schlafs auf zelluläre und subzelluläre Aktivitäten, die Konnektivität von Mikroschaltkreisen, die Plastizität und das Verhalten. Man quantifizierten dabei, wie sich die somatische und dendritische Aktivität bei Mäusen im Wachzustand, im REM- und im Nicht-REM-Schlaf unterscheidet, und untersuchte, wie Interneuronen diese Unterschiede verursachen. Bei der Beobachtung von Mäusen während des REM-Schlafs fielen eigenartige Vorgänge in den Pyramidenzellen auf, denn während… Weiterlesen »Warum sich Traumata verfestigen

Persönlichkeit und kognitive Störungen im Alter

Menschen mit einem hohen Maß an Gewissenhaftigkeit und einem niedrigen Maß an Neurotizismus entwickeln seltener leichte kognitive Beeinträchtigungen. Menschen, die gut organisiert sind und ein hohes Maß an Selbstdisziplin aufweisen, haben ein geringeres Risiko, im Alter eine leichte kognitive Beeinträchtigung zu entwickeln, während Menschen, die launisch oder emotional instabil sind, mit größerer Wahrscheinlichkeit einen kognitiven Rückgang im Alter erleiden. Dies geht aus einer Studie von Yoneda et al. (2022) hervor. Darüber hinaus war es bei Menschen mit… Weiterlesen »Persönlichkeit und kognitive Störungen im Alter

Fördert das Gefühl der Vernachlässigung in der Kindheit später Depressionen?

Nach einer amerikanischen Längsschnittstudie von Ahuja et al. (2021) gibt es Hinweise darauf, dass das Gefühl der Vernachlässigung oder der fehlenden elterlichen Bindung in der Kindheit mit Depressionen in Verbindung steht. Ein Konstrukt, das bisher übersehen wurde, ist die Liebe der Eltern. Ziel der Studie war es, den Zusammenhang zwischen Menschen, die sich in ihrer Jugend nicht gewollt bzw. geliebt fühlten, und lebenslangen Depressionen zu analysieren und diesen Zusammenhang nach Geschlecht zu untersuchen. So gaben sechzehn Prozent… Weiterlesen »Fördert das Gefühl der Vernachlässigung in der Kindheit später Depressionen?

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer wirken bei Depressionen offenbar indirekt

Neuroplastizität ist die Fähigkeit des Gehirns, sich anzupassen, Neues zu verarbeiten und Aufgaben umzuverteilen, etwa wenn es zu einer körperlichen Einschränkung oder Sinnesbehinderung kommt. Jüngst hat sich gezeigt, dass auch selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (Selective Serotonin Reuptake Inhibitor – SSRI), häufig verschriebene Antidepressiva im Gehirn das Neurotransmitter-Regime und neuronale Netzwerke verändern und dabei auch die Neuroplastizität ankurbeln und so bestimmte Lernprozesse im Gehirn erleichtern. Reed et al. (2021) ist es mit bildgebenden Verfahren gelungen zu zeigen, dass Serotonin-Wiederaufnahmehemmer eine… Weiterlesen »Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer wirken bei Depressionen offenbar indirekt

Bilder und Anorexia nervosa

Bilder vermitteln bekanntlich Botschaften und haben gerade in Zeiten von Social Media großen Einfluss auf Gedanken, Gefühle und Stimmungen, und zwar im positiven wie auch negativen Sinne. Bei der Magersucht ist die Wahrnehmung des eigenen Körperbilds bzw. das Körperbewusstsein gestört, denn Betroffene halten sich für zu dick, obwohl sie in krankhaftem Ausmaß bis hin zu einem lebensbedrohlichen Untergewicht abnehmen. Kogel et al. (2021) haben untersucht, inwiefern störungsspezifisch belohnende Reize auf Bildern eine Bedeutung für diese Essstörung haben,… Weiterlesen »Bilder und Anorexia nervosa

Neuroleptika und Benzodiazepine bei Demenz problematisch

Die meisten von Demenz Betroffenen sind still, in sich gekehrt und angepasst, manche aber auch aggressiv, laut und immer unterwegs, wobei gerade diese Hinlauf-Tendenz Angehörige und auch Pflegepersonal vor große Herausforderungen stellt. Deshalb werden Demenzkranke häufig mit Neuroleptika und Benzodiazepinen ruhiggestellt, um die Situation zu entschärfen und die Belastungen für Angehörige zu minimieren. Solche Medikamente dämpfen aber die Betroffenen, wobei heute etwa ein Drittel aller Menschen mit Alzheimer-Demenz Neuroleptika bekommt, etwa zehn Prozent bekommen zusätzlich Schlafmittel und… Weiterlesen »Neuroleptika und Benzodiazepine bei Demenz problematisch

Überblick über Essstörungen

Zentrales Merkmal aller Essstörungen ist die permanente Beschäftigung mit den Themen Essen und Gewicht. Je nach Essstörungsform wird das beeinträchtigte Essverhalten mit zwanghaften Systemen aus Essen, Hungern, selbst herbeigeführtem Erbrechen, exzessiver Bewegung und Medikamenteneinnahme kontrolliert. Bei Magersucht oder Ess-Brechsucht ist das Körperschema der Betroffenen gestört, d.h., sie nehmen sich selbst als zu dick wahr, auch wenn das nicht der Realität entspricht. Essstörungen wie Anorexie und Bulimie treten in der Pubertät auf, also wenn Jugendliche beginnen, ihre Identität… Weiterlesen »Überblick über Essstörungen