Angewandte Psychologie

Angewandte Psychologie ist ein Sammelbegriff von breiter Bedeutungsskala für die früher Psychotechnik genannten Teilgebiete der Psychologie, die die Erkenntnisse der allgemeinen oder theoretischen Psychologie (einschließlich Grundlagenforschung) für die verschiedenen Bereiche des wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens nutzbar machen.

Die Bedeutung von nonverbaler Kommunikation mit Hunden

Die nonverbale Kommunikation spielt übrigens auch bei Hunden eine eminente Rolle. Das Prinzip dafür ist einfach: Hunde kommunizieren selbst vor allem über ihre Körperhaltung und Mimik und kaum über Laute. Wenn man daher lernt, ihre Sprache zu verstehen und diese im Umgang mit ihnen gekonnt einsetzt, hat man zwei Vorteile: Man kann die tierischen Gefährten nonverbal führen und steigert damit zudem die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich verstanden fühlen und mit dem Menschen zusammenarbeiten. Wenn man Hunde genau… Weiterlesen »Die Bedeutung von nonverbaler Kommunikation mit Hunden

Die Deutung der Emotion von Hunden

Zwischenfälle zwischen Menschen und Hunden passieren vor allem dann, wenn Menschen nicht in der Lage sind, die Signale von Hunden richtig zu deuten. Man geht jedoch davon aus, dass der Mensch seit mehr als 40000 Jahren mit den Hunden verbündet ist, sodass Hunde im Lauf dieser langen Domestikationsgeschichte die Fähigkeit entwickelt haben, menschliche Gesten und Sprache zu verstehen, wobei sie sogar den Tonfall und Gesichtsausdruck von Menschen richtig deuten können. Man vermutet auch, dass sich in dieser… Weiterlesen »Die Deutung der Emotion von Hunden

Implizites und explizites Denksystem bei Kaufentscheidungen

Bei Entscheidungen nutzt das Gehirn zwei unterschiedliche Denksysteme, die Informationen komplett unterschiedlich verarbeiten: Auf der einen Seite verarbeitet das implizite System intuitiv, unbewusst und blitzschnell alle einströmenden Informationen wie etwa sämtliche von Marken gesendeten Signale inklusive Werbung, das explizite System arbeitet hingegen langsam, kontrolliert und bewusst. Man schätzt, dass bis zu 95 Prozent des menschlichen Verhaltens implizit gesteuert wird und damit auch die Entscheidungen, die Menschen etwa bei einem Kauf im Supermarkt treffen. Insbesondere wenn man mit… Weiterlesen »Implizites und explizites Denksystem bei Kaufentscheidungen

Grübeln einmal anders

Grübeln gilt als ein Denken, das sich verliert, als selbstquälerisches, Depressionen förderndes Wiederkäuen der immer gleicher Gedanken, die sich zwanghaft einstellen, und als ein vom Zweifel infiziertes Denken, das sich in abstrakten, selbstbezogenen Problemen ohne Ziel und Handlungsfolge verstrickt, und daher manchmal ins Pathologische eingeordnet und als neurotische Störung aufgefasst wird. Besonders häufig tritt dieses Grübeln vor dem einschlafen auf. Bei manchen Menschen dauert es oft Stunden, bis sie endlich einschlafen, denn sie werden von nervenden und… Weiterlesen »Grübeln einmal anders

Wie kann man schlagfertig auf Vorwürfe reagieren?

Schlagfertigkeit folgt ihren ganz eigenen Regeln, wobei die meisten Menschen, die von Natur aus schlagfertig sind, diese Regeln unbewusst benutzen. Wer nicht mit dieser angeborenen Schlagfertigkeit gesegnet ist, kann dennoch solche Regeln bewusst benutzen und sie gezielt einsetzen. Meist geht es darum, Vorwürfe oder Kritik zu entgegnen, wobei bekanntlich die schlechteste Methode ist, sich dagegen zu wehren. Das ist zwar emotional verständlich, aber Emotionen sind in solchen Situationen kein guter Ratgeber. Hingegen hat eine frappante Wirkung vor… Weiterlesen »Wie kann man schlagfertig auf Vorwürfe reagieren?

Belohnungslächeln, Verbundenheitslächeln und Dominanzlächeln

Lächeln ist ein häufiges soziales Signal, wobei man nach Rychlowska, et al. (2017) und Martin et al. (2018) beim Lächeln Formen unterscheiden kann: Das Belohnungslächeln (reward smile), das Verbundenheitslächeln (affiliation smile) und das Dominanzlächeln (dominante smile), die sich im Muskelspiel nur minimal unterscheiden, aber deutlich in der unbewussten Wahrnehmung. Beim Belohnungslächeln deutet man an, dass der andere etwas gut gemacht hat, dass man sein Verhalten gut findet und dass er sich weiter so verhalten soll. Das Verbundenheitslächeln… Weiterlesen »Belohnungslächeln, Verbundenheitslächeln und Dominanzlächeln

Körperhaltung beim Stehen, Sitzen und Gehen

Bei der Beurteilung der Körperhaltung ist das erste, worauf man sein Augenmerk richten sollte, die Gewichtsverlagerung. Steht ein Mensch aufrecht oder ist sein Gesicht vor bzw. hinter das Becken verlagert? Je gerader nämlich jemand steht, desto aufrechter ist vermutlich auch seine innere Haltung, denn so ein Mensch ist weder unsicher (das wäre eine Neigung nach vorne) noch überheblich (das wäre die Neigung nach hinten). Ein weiterer wichtiger Aspekt der Körperhaltung ist die Offenheit bzw. Geschlossenheit, womit der… Weiterlesen »Körperhaltung beim Stehen, Sitzen und Gehen

Rollenhandeln und Identität

Krappmann (2000) geht davon aus, dass jeder Mensch sich in unterschiedlichen Kommunikationsprozessen je nach Interaktionspartner unterschiedlich verhält. Der Mensch befindet sich bei einer solchen Interaktion in einem gewissen Dilemma, denn obwohl gemeinsames Handeln und Kommunikation auf der einen Seite voraussetzen, dass sich die Partner in Handlungsorientierung und Sprache einander angleichen, muss jeder dennoch auf der anderen Seite seine Identität verdeutlichen, also wer er ist, um den Ablauf einer solche Interaktion vorhersehbar und planbar zu machen. Dadurch entsteht… Weiterlesen »Rollenhandeln und Identität

Persönlichkeit und Gehgeschwindigkeit

Stephan et al. (2017) haben untersucht, wie die Persönlichkeit eines Menschen mit dessen Gehgeschwindigkeit in Zusammenhang steht. Anhand der Daten von mehr als 15000 Amerikanern konnte man Persönlichkeitsmerkmale (Big Five) mit deren Gehgeschwindigkeit in Beziehung setzen, wobei sich zeigte. dass neurotischen Teilnehmer im Alter etwas langsamer gehen als die emotional weniger labilen Menschen. Hingegen korrelierten Gewissenhaftigkeit, Offenheit für neue Erfahrungen und Extraversion mit einer im Vergleich verhältnismäßig schnelleren Gangart. Auch wenn die Effekte nur gering waren, zeigte… Weiterlesen »Persönlichkeit und Gehgeschwindigkeit

Verspieltheit bei Erwachsenen

Verspieltheit bei Erwachsenen – Adult Playfulness – lässt sich nach Forschungen von René Proyer nicht anhand der fünf großen, klassischen Persönlichkeitsmerkmale beschreiben, sondern ist ein eigenständige s Merkmal, das zwar Anteile dieser fünf Dimensionen aufweist, aber nicht mit ihnen austauschbar ist. Auch ist Verspieltheit nicht gleichzusetzen mit Humor.  Das Spielerische besitzt darüber hinaus auch eine intellektuelle Komponente, sodass Modelle der Verspieltheit aus dem Kindesalter nicht einfach auf Erwachsene übertragen werden können. Proyer entwickelte deshalb eine eigenständige Typologie… Weiterlesen »Verspieltheit bei Erwachsenen