Zum Inhalt springen

Angewandte Psychologie

Angewandte Psychologie ist ein Sammelbegriff von breiter Bedeutungsskala für die früher Psychotechnik genannten Teilgebiete der Psychologie, die die Erkenntnisse der allgemeinen oder theoretischen Psychologie (einschließlich Grundlagenforschung) für die verschiedenen Bereiche des wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens nutzbar machen.

Körperhaltung beim Stehen, Sitzen und Gehen

Bei der Beurteilung der Körperhaltung ist das erste, worauf man sein Augenmerk richten sollte, die Gewichtsverlagerung. Steht ein Mensch aufrecht oder ist sein Gesicht vor bzw. hinter das Becken verlagert? Je gerader nämlich jemand steht, desto aufrechter ist vermutlich auch seine innere Haltung, denn so ein Mensch ist weder unsicher (das wäre eine Neigung nach vorne) noch überheblich (das wäre die Neigung nach hinten). Ein weiterer wichtiger Aspekt der Körperhaltung ist die Offenheit bzw. Geschlossenheit, womit der… Weiterlesen »Körperhaltung beim Stehen, Sitzen und Gehen

Rollenhandeln und Identität

Krappmann (2000) geht davon aus, dass jeder Mensch sich in unterschiedlichen Kommunikationsprozessen je nach Interaktionspartner unterschiedlich verhält. Der Mensch befindet sich bei einer solchen Interaktion in einem gewissen Dilemma, denn obwohl gemeinsames Handeln und Kommunikation auf der einen Seite voraussetzen, dass sich die Partner in Handlungsorientierung und Sprache einander angleichen, muss jeder dennoch auf der anderen Seite seine Identität verdeutlichen, also wer er ist, um den Ablauf einer solche Interaktion vorhersehbar und planbar zu machen. Dadurch entsteht… Weiterlesen »Rollenhandeln und Identität

Persönlichkeit und Gehgeschwindigkeit

Stephan et al. (2017) haben untersucht, wie die Persönlichkeit eines Menschen mit dessen Gehgeschwindigkeit in Zusammenhang steht. Anhand der Daten von mehr als 15000 Amerikanern konnte man Persönlichkeitsmerkmale (Big Five) mit deren Gehgeschwindigkeit in Beziehung setzen, wobei sich zeigte. dass neurotischen Teilnehmer im Alter etwas langsamer gehen als die emotional weniger labilen Menschen. Hingegen korrelierten Gewissenhaftigkeit, Offenheit für neue Erfahrungen und Extraversion mit einer im Vergleich verhältnismäßig schnelleren Gangart. Auch wenn die Effekte nur gering waren, zeigte… Weiterlesen »Persönlichkeit und Gehgeschwindigkeit

Verspieltheit bei Erwachsenen

Verspieltheit bei Erwachsenen – Adult Playfulness – lässt sich nach Forschungen von René Proyer nicht anhand der fünf großen, klassischen Persönlichkeitsmerkmale beschreiben, sondern ist ein eigenständige s Merkmal, das zwar Anteile dieser fünf Dimensionen aufweist, aber nicht mit ihnen austauschbar ist. Auch ist Verspieltheit nicht gleichzusetzen mit Humor.  Das Spielerische besitzt darüber hinaus auch eine intellektuelle Komponente, sodass Modelle der Verspieltheit aus dem Kindesalter nicht einfach auf Erwachsene übertragen werden können. Proyer entwickelte deshalb eine eigenständige Typologie… Weiterlesen »Verspieltheit bei Erwachsenen

Wozu Feedback?

Funktionen von Feedback nach Fengler (2009): Feedback hilft bei der Selbsteinschätzung. Feedback steuert Verhalten. Positives Feedback ermutigt. Feedback hilft bei der Fehlersuche. Feedback fördert persönliche Lernprozesse. Feedback hebt die Motivation. Feedback hilft, zielgerichtet zu arbeiten. Feedback ermo?glicht die Fähigkeit, sich hilfreiches Feedback verschaffen zu können. Feedback führt zu einem Zuwachs an Einfluss beim Empfänger und beim Geber von Feedback. Feedback bewirkt eine engere Verbindung mit der Aufgabe. In Verhandlungen hilft es bei der Einschätzung von Angeboten. Feedback… Weiterlesen »Wozu Feedback?

Schielen durch zu häufige Handy-Nutzung bei Kindern

Bei Kindern und Jugendlichen, die sich noch in der Phase der Entwicklung befinden, kann Schielen die Sehfähigkeit mitunter ein Leben lang einschränken, denn beim Schielen weichen die beiden Sehachsen voneinander ab, wenn ein Objekt mit den Augen fokussiert wird. Im Normalfall bewegen sich die Augen immer gemeinsam in die gleiche Richtung, wodurch im Gehirn ein dreidimensionales Bild der Umwelt entsteht. Bewegen sich die Augen unterschiedlich, weichen also die Sehachsen voneinander ab, kommt es zum Schielen, manchmal auch… Weiterlesen »Schielen durch zu häufige Handy-Nutzung bei Kindern

Stört Musik die Konzentration beim Lernen?

Klaus Ernst Behne untersucht 153 empirische Studien über Effekte von Hintergrundmusik auf außermusikalisches Verhalten, etwa die Konzentrationsleistung beim Lernen. Seit den 90er Jahren vergrößert sich die große Zahl von Studien ohne signifikanten Nachweis eines Effekts von Musik auf außermusikalisches Verhalten. Gegenwärtig nimmt offenbar die Wirkungslosigkeit von Musik zu, sodass etwa die Angewohnheit von Kindern, bei den Hausaufgaben Musik zu hören, weniger kritisch zu betrachten ist. Grund dafür könnte die Omnipräsenz von Musik in der Umwelt der Jugendlichen… Weiterlesen »Stört Musik die Konzentration beim Lernen?

Georg Lind: Moral ist lehrbar!

Georg Linds Buch „Moral ist lehrbar! Wie man moralisch-demokratische Fähigkeiten fördern und damit Gewalt, Betrug und Macht mindern kann“ ist nun 2015 in der dritten Auflage erschienen. Für die Förderung moralisch-demokratischer Fähigkeiten hat sich die Dilemma-Diskussion als eine der wirksamsten Unterrichtsmethoden herausgestellt, die ursprünglich von Moshe Blatt und Lawrence Kohlberg an der Harvard-Universität entwickelt worden war. Georg Lind, der mit Kohlberg zusammengearbeitet hatte und sich in seinen letzten Arbeiten als führender Kohlbergspezialist erwies, veröffentlichte 2002 zum ersten… Weiterlesen »Georg Lind: Moral ist lehrbar!

Tanzschritte lernen – durch Instruktion oder durch Modelllernen

Wissenschaftler erforschten gemeinsam mit Tänzern und Tanzpädagogen, ob Tänzer eine Schrittfolge besser durch Sehen oder Hören lernen, etwa wenn ein Tanzlehrer diese zunächst vormacht, oder wenn er sie erst ausschließlich mündlich erklärt. Bekanntlich wird in Forschung und Tanzpraxis davon ausgegangen, dass Bewegungsmuster am besten durch Beobachtung gelernt werden können. In der Studie von Bläsing et al. (2014) wurde zwischen dem Beobachtungslernen anhand einer vorgemachten Tanzfolge und dem Lernen durch eine mündliche Anweisung unterschieden. Tanzstudentinnen und -studenten lernten… Weiterlesen »Tanzschritte lernen – durch Instruktion oder durch Modelllernen