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Neue Medien

Neue Medien bezeichnen zeitbezogene neue Medientechniken

Das Lernen nicht zu leicht machen!

Die meist geäußerte Empfehlung, den Lernenden die Verarbeitung der Lernmaterialien zu erleichtern, ist nicht in jedem Kontext gleich wirksam. Eine der wichtigsten Empfehlungen für multimediales Lernen, die mehrfach in Lernexperimenten belegt wurde, besteht darin, Bilder oder Animationen mit gesprochenen statt mit geschriebenen Texten zu kombinieren. Das ist unter anderem deshalb vorteilhaft, weil gesprochene Texte und Bilder gleichzeitig wahrgenommen werden können, während geschriebene Texte und Bilder nacheinander kognitiv verarbeitet werden. Insgesamt ist eine solche Kombination eine Entlastung für… Weiterlesen »Das Lernen nicht zu leicht machen!

Künstliche Intelligenz in Suchalgorithmen verstärkt die geschlechtsspezifischen Ungleichheiten

Menschen verlassen sich häufig auf Algorithmen der künstlichen Intelligenz, um ihre Entscheidungseffizienz und Objektivität zu erhöhen, doch wurden bisher häufig in den Ergebnissen dieser Algorithmen systembedingte soziale Verzerrungen festgestellt. Vlasceanu & Amodio (2022) haben nun die Beziehung zwischen gesellschaftlicher Geschlechterungleichheit und algorithmischen Suchergebnissen überprüft und dann die Auswirkungen dieser Ergebnisse auf die menschliche Entscheidungsfindung untersucht. Zunächst fanden sie in zwei multinationalen Stichproben, dass eine größere Ungleichheit zwischen den Geschlechtern auf nationaler Ebene mit mehr männlich dominierten Google-Suchergebnissen… Weiterlesen »Künstliche Intelligenz in Suchalgorithmen verstärkt die geschlechtsspezifischen Ungleichheiten

Wie die Gegend, in der man aufgewachsen ist, den Orientierungssinn beeinflusst

Es ist erwiesen, dass die kulturellen und geografischen Eigenschaften der Umwelt die Kognition und die psychische Gesundheit stark beeinflussen, denn so hat sich etwa ein Leben in der Nähe von Grünflächen als äußerst vorteilhaft erwiesen, während ein Aufenthalt in der Stadt mit einem höheren Risiko für einige psychiatrische Störungen in Verbindung gebracht wird, obwohl einige Studien auch darauf hindeuten, dass dichte sozioökonomische Netze in größeren Städten einen Puffer gegen Depressionen bieten können. Wie sich das Umfeld, in… Weiterlesen »Wie die Gegend, in der man aufgewachsen ist, den Orientierungssinn beeinflusst

Die Nutzung sozialer Medien und Lebenszufriedenheit

Die Beziehung zwischen der Nutzung sozialer Medien – also den Gebrauch von TikTok, Twitter, Whatsapp etc.- und der Lebenszufriedenheit ändert sich im Laufe der Entwicklung von Jugendlichen, wie eine Analyse von Orben et al. (2022) von britischen Datensätzen von Probanden und Probandinnen zwischen zehn und achtzig Jahren ergeben hat. Dabei zeigte sich, dass die Querschnittsbeziehung zwischen selbstberichteter Nutzung sozialer Medien und der Bewertung der Lebenszufriedenheit bei jüngeren Jugendlichen am negativsten ist. Dabei waren etwa eine übertriebene Fixierung… Weiterlesen »Die Nutzung sozialer Medien und Lebenszufriedenheit

Gibt es Unterschiede zwischen Nutzern und Nicht-Nutzern von Sozialen Medien?

Derzeit nutzen 2,7 Milliarden Menschen mindestens eine der Social-Media-Plattformen Facebook, WhatsApp und Instagram. Frühere Forschungsarbeiten zur Untersuchung individueller Unterschiede zwischen Nutzern und Nicht-Nutzern dieser Plattformen haben sich in der Regel auf eine Plattform konzentriert, doch nutzen in der Regel Einzelpersonen jedoch eine Kombination dieser Plattformen. In einer Studie haben Marengo et al. (2020) untersucht, wie die Nutzung dieser Plattformen mit soziodemografischen Merkmalen und den Big Five-Persönlichkeitsmerkmalen zusammenhängt. Ausgewertet wurden für die Online-Studie Fragebögen von rund dreitausend Teilnehmer… Weiterlesen »Gibt es Unterschiede zwischen Nutzern und Nicht-Nutzern von Sozialen Medien?

Probleme bei Videokonferenzen

Videokonferenzen rufen auf Grund fehlender nonverbaler Signale bei manchen Beteiligten Frustration und Irritation hervor. Das liegt teilweise daran, dass Menschen Face-to-Face-Interaktionen gewohnt sind, sodass das menschliche Gehirn selbst kleinste Diskrepanzen zwischen Bild und Stimme sofort bemerkt. Untersuchungen zeigen übrigens, dass interaktive Aufgaben wie die Videotelefonie durch Übertragungsverzögerungen schon von weniger als hundert Millisekunden beeinträchtigt werden können. Da die nonverbale Kommunikation wie die Körpersprache eher im Verborgenen bleibt, entsteht oft Müdigkeit, da diese Form der Kommunikation zusätzliche kognitive… Weiterlesen »Probleme bei Videokonferenzen

Was Journalisten aus wissenschaftlicher Forschung machen

Eine faktentreue, unverzerrte Medienberichterstattung von wissenschaftlicher Forschung im Bereich der Medizin ist von großer Wichtigkeit für die öffentliche Gesundheit, da Print- und Online-Medien meist die einzigen Informationsquellen zu Gesundheitsthemen für die Öffentlichkeit darstellen. Allerdings werden einschlägige Forschungsergebnisse in den meisten Fällen übertrieben, simplifizierend bzw. effektheischend in den Medien präsentiert. Kerschner et al. (2015) analysierten den Wahrheitsgehalt von Medienartikeln zu Gesundheitsthemen. Man überprüfte dabei Print- und Web-Artikel in relevanten österreichischen Tageszeitungen, Wochenmagazinen und Online-Medien, von denen 60 Prozent… Weiterlesen »Was Journalisten aus wissenschaftlicher Forschung machen

Suchtpotential von Netflix & Co

Scheurer & Ernst (2016) bzw. Scheurer, Ernst & Rothlauf (2016) haben in Untersuchungen zum Suchtpotential von Serien wie Game of Thrones festgestellt, dass vor allem die Identifikation mit Serienhelden zur Abhängigkeit führen kann. Hinzu kommt, dass durch Streaming-Dienste zu jeder Tages- und Nachtzeit auf beliebig viele Unterhaltungsmedien zugegriffen werden kann, sodass die Beziehung bzw. die Identifikation der ZuschauerInnen zu den Charakteren einer Fernsehserie für die Entwicklung eines starken sozialen Zugehörigkeitsgefühls sorgt. Die Zuschauerinnen und Zuschauer betrachten die… Weiterlesen »Suchtpotential von Netflix & Co

Programm gegen Internetsucht: PROTECT

Wissenschaftlerinnen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg haben das Programm „Professioneller Umgang mit technischen Medien“ (PROTECT) entwickelt, das die Internet- und Computerspielabhängigkeit bei Jugendlichen signifikant reduzieren kann. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler den funktionalen Umgang mit Alltagsproblemen und werden befähigt, technische Medien kritisch zu beurteilen. Das Ziel dieses Programms ist es nicht, den Internetgebrauch an sich zu verändern, denn das würde völlig an der Lebensrealität der Jugendlichen vorbeigehen, sondern es geht darum, den schädlichen, exzessiven Umgang mit Online-Angeboten… Weiterlesen »Programm gegen Internetsucht: PROTECT

Virtual Reality-Brille im psychologischen Experiment

Psychologen der Universität Osnabrück untersuchen derzeit, ob man Versuchspersonen mittels Virtual Reality-Brille in täuschend echte Situationen hineinversetzen kann. Man will dabei herausfinden, ob die virtuellen Erfahrungen vom Gehirn wie reale Ereignisse verarbeitet werden. Ist dies der Fall, könnten man mit der Virtual Reality-Technologie einen höheren Grad an Wirklichkeitsnähe erreichen, als es bei psychologischen Experimenten normalerweise der Fall ist. Zahlreiche Experimente in der Psychologie stützen sich auf Bilder oder Videos, die beim Betrachter bestimmte zu untersuchende Reaktionen hervorrufen… Weiterlesen »Virtual Reality-Brille im psychologischen Experiment