Kommunikation

Kommunikation ist der Austausch oder die Übertragung von Informationen.

In welchen Schritten entwickelt sich eine Sprache?

Das soziale und kulturelle Leben des Menschen beruht auf einer einzigartigen Reihe von kommunikativen Fähigkeiten, wobei neu entstehende Kommunikationssysteme einen Einblick in die kognitiven und interaktionellen Grundlagen dieser Fähigkeiten bieten. Zwar ist weitgehend unbekannt, wie die mehr als 6000 natürlichen Sprachen der Welt entstanden sind, doch in jüngster Zeit sind neue Gebärdensprachen unter Gehörlosen entstanden, die sich in einer Gemeinschaft zusammengeschlossen haben, was Einblicke in die Dynamik der Sprachevolution bietet. Bei der Dokumentation der Entstehung dieser Sprachen… Weiterlesen »In welchen Schritten entwickelt sich eine Sprache?

Die Bedeutung von nonverbaler Kommunikation mit Hunden

Die nonverbale Kommunikation spielt übrigens auch bei Hunden eine eminente Rolle. Das Prinzip dafür ist einfach: Hunde kommunizieren selbst vor allem über ihre Körperhaltung und Mimik und kaum über Laute. Wenn man daher lernt, ihre Sprache zu verstehen und diese im Umgang mit ihnen gekonnt einsetzt, hat man zwei Vorteile: Man kann die tierischen Gefährten nonverbal führen und steigert damit zudem die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich verstanden fühlen und mit dem Menschen zusammenarbeiten. Wenn man Hunde genau… Weiterlesen »Die Bedeutung von nonverbaler Kommunikation mit Hunden

Probleme bei Videokonferenzen

Videokonferenzen rufen auf Grund fehlender nonverbaler Signale bei manchen Beteiligten Frustration und Irritation hervor. Das liegt teilweise daran, dass Menschen Face-to-Face-Interaktionen gewohnt sind, sodass das menschliche Gehirn selbst kleinste Diskrepanzen zwischen Bild und Stimme sofort bemerkt. Untersuchungen zeigen übrigens, dass interaktive Aufgaben wie die Videotelefonie durch Übertragungsverzögerungen schon von weniger als hundert Millisekunden beeinträchtigt werden können. Da die nonverbale Kommunikation wie die Körpersprache eher im Verborgenen bleibt, entsteht oft Müdigkeit, da diese Form der Kommunikation zusätzliche kognitive… Weiterlesen »Probleme bei Videokonferenzen

Bild vs Wort

Eine grundsätzliche Kritik an der Vorherrschaft von Schrift und Sprache stammt von Otto Neurath, der als Initiator und Vordenker für eine bildpädagogische Wende steht, als er gemeinsam mit dem Künstler Gerd Arntz die „Wiener Methode der Bildstatistik“ – Isotypie – entwickelte. Mit Hilfe piktogrammatischer Zeichen galt ihr Versuch, statistisches Wissen in allgemein verständliche Lehrbilder zu übersetzen. Dieser visuelle Transformationsprozess hatte zum Ziel, andernfalls schwer verständliche Inhalte für die Arbeiterschaft und andere benachteiligte Gesellschaftsgruppen aufzubereiten und damit zugänglich… Weiterlesen »Bild vs Wort

Nonverbale Kommunikation: Blickkontakt beim Sprechen

Obwohl Augenkontakt und verbale Verarbeitung bei einem Gespräch unabhängig zu sein scheinen, weichen Menschen beim Blickkontakt im Gespräch häufig von Gesprächspartnern ab, was darauf hindeutet, dass es Störungen zwischen diesen beiden Prozessen gibt. Kajimura & Nomura (2016) haben diese Interferenzen untersucht, da sie vermuten, dass beide Prozesse kognitive Ressourcen eines domänenübergreifenden Systems teilen, d. h., dass ein Einfluss des Blickkontakts auf die gleichzeitige sprachlichen Prozesse wie Abruf und Auswahl besitzen. In einem Experiment verzögerte das Betrachten eines… Weiterlesen »Nonverbale Kommunikation: Blickkontakt beim Sprechen

Flexiblere Kommunikation bei Zweisprachigkeit

Gampe, Wermelinger & Daum (2019) haben eine Untersuchung gezeigt, dass sich zweisprachig aufwachsende Kinder den Bedürfnissen ihrer Gesprächspartner besser anpassen als einsprachige, wobei man vermutet, dass bilingual aufwachsende Kinder häufiger anspruchsvolle Kommunikationssituationen bewältigen müssen und mit unterschiedlichen Gesprächsstilen ihrer Elternteile konfrontiert sind. In einem Kooperatiosnspiel zeigte sich, dass einsprachig und zweisprachig aufwachsenden Kinder gleichermassen hilfsbereit waren, allerdings unterschieden sie sich in der Art und Weise, wie sie mit ihren Interaktionspartnern kommunizierten. Zweisprachige Kinder halfen dabei oft auf… Weiterlesen »Flexiblere Kommunikation bei Zweisprachigkeit

Sprache und Gedächtnisleistung

Mithilfe einer Reihe klassischer Gedächtnisaufgaben wurde von Amici et al. (2019) die Gedächtnisleistung beim Abrufen von Wörtern, Zahlen und räumlichen Stimuli in verschiedenen Sprachen verglichen, wobei die Beziehung zwischen Sprache und Denken umstritten ist. Eine Hypothese besagt auch, dass Sprache Gewohnheiten der Verarbeitung von Informationen fördert, die selbst in nichtsprachlichen Bereichen erhalten bleiben. Sprachen unterscheiden sich etwa in ihrer Verzweigungsrichtung, d. h., in typischen Rechtsverzweigungssprachen wie Italienisch steht der Satzkopf normalerweise an erster Stelle, gefolgt von einer… Weiterlesen »Sprache und Gedächtnisleistung

Verzerrungen bei der Einschätzung des Lebensalters

Genaue Altersschätzungen des Gegenüber sind  wichtig für tägliche soziale Interaktionen, etwa bei der Bereitstellung altersbeschränkter Dienstleistungen oder polizeilichen Untersuchungen. Frühere Arbeiten zeigten, dass diese Urteile fehleranfällig sind, aber die Prozesse, die zu diesen Fehlern führen, sind bisher wenig erforscht. In einer Untersuchung (Clifford, Watson & White, 2018) der Verzerrung bei der Altersschätzung mit Hilfe einer umfangreichen Datenbank von standardisierten Passbildern von Australiern heterogener Altersgruppen fand man in drei Experimenten mit einer Reihe von Altersgruppen der Wahrnehmenden einen… Weiterlesen »Verzerrungen bei der Einschätzung des Lebensalters

Synchronisation zwischen Sprechern und Zuhörern

Beim Hören von Sprache folgen neuronale Schwingungen der Sprachdynamik auf prädiktive Weise, d. h., neuronale Schwingungen reagieren auf die vergangenen Sprachrhythmen, etwa nach einer Änderung der Sprechgeschwindigkeit. Diese Schwingungen sind mit Veränderungen in den wahrgenommenen Wörtern verbunden, was darauf hindeutet, dass neuronale Schwingungen die Sprachwahrnehmung aktiv beeinflussen. Wenn jemand zu sprechen beginnt, entstehen beim Zuhörer dabei unbewusste Erwartungshaltungen, d. h., der Zuhörer ahnt gewissermaßen schon, was kommen wird. Manche Menschen haben bekanntlich die Angewohnheit, Sätze des Gegenüber… Weiterlesen »Synchronisation zwischen Sprechern und Zuhörern

Belohnungslächeln, Verbundenheitslächeln und Dominanzlächeln

Lächeln ist ein häufiges soziales Signal, wobei man nach Rychlowska, et al. (2017) und Martin et al. (2018) beim Lächeln Formen unterscheiden kann: Das Belohnungslächeln (reward smile), das Verbundenheitslächeln (affiliation smile) und das Dominanzlächeln (dominante smile), die sich im Muskelspiel nur minimal unterscheiden, aber deutlich in der unbewussten Wahrnehmung. Beim Belohnungslächeln deutet man an, dass der andere etwas gut gemacht hat, dass man sein Verhalten gut findet und dass er sich weiter so verhalten soll. Das Verbundenheitslächeln… Weiterlesen »Belohnungslächeln, Verbundenheitslächeln und Dominanzlächeln