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Gehirnforschung

Aufschieben beginnt im Gehirn

Prokrastination hat nicht unbedingt mit Faulheit zu tun, vielmehr handelt es sich dabei um ein ernsthaftes Problem der Selbststeuerung, für das es in extremen Fällen professionelle psychologische Hilfe gibt. Jüngst haben Schlüter et al. (2018) in einer Untersuchung herausgefunden, dass sich das Gehirn der Aufschieber von dem der Macher unterscheidet, denn die Probanden mit einer schlechten Handlungskontrolle besitzen eine größere Amygdala, wobei bei diesen die funktionelle Verbindung zwischen Amygdala und dem dorsalen anterioren cingulären Cortex weniger stark… Weiterlesen »Aufschieben beginnt im Gehirn

Der neuronale Mechanismus der Motivation

Fast alles, was Menschen in ihrem täglichen Leben tun, ist zielgerichtet, wobei das Gehirn einen Motivationszustand aufrechterhalten kann, um Handlungen zu lenken, mit denen gewünschte Ergebnisse erzielt werden können. Diese Fähigkeit, das Verhalten auf der Grundlage von Vorhersagen anzupassen, ist für Menschen von grundlegender Bedeutung, doch manchmal sind diese Prozesse beeinträchtigt, etwa bei Sucht, Depression, Zwangsstörungen oder Parkinson. Mithilfe der Kalziumbildgebung im Tiefenhirn, Elektrophysiologie und Optogenetik beobachteten Courtin et al. (2022) bei Mäusen, wie zum Zeitpunkt einer… Weiterlesen »Der neuronale Mechanismus der Motivation

Wenn das Gehirn von Hören auf Zuhören umschaltet

Die sensorische Verarbeitung im Gehirn variiert bekanntlich je nach Verhaltenskontext und verändert sich auch, wenn das bloße Hören zum Zuhören wird. Die Hörbahn im Gehirn besteht aus mehreren Kernarealen und leitet die akustische Information von der Cochlea zur primären Hörrinde. De Franceschi & Barkat (2021) fragten sich, wie die Beschäftigung mit einer Aufgabe die Neuronen im auditorischen System moduliert, und trainierten Mäuse in einer einfachen Aufgabe zur Tonerkennung und verglichen die neuronale Aktivität während des passiven Hörens… Weiterlesen »Wenn das Gehirn von Hören auf Zuhören umschaltet

Das Gehirn gibt den gleichen Takt beim Lesen und beim Hören bzw. Sprechen vor

Sowohl beim Sprechen als auch beim Zuhören verarbeitet bzw. produziert das menschliche Gehirn die Informationen in einem bestimmten Takt, wobei in jeder Sprache eine Zuhörerin bzw. ein Zuhörer ungefähr eine Informationseinheit (Silben, Wörter) in 200 Millisekunden erkennt, d. h., das Sprachsignal ist also durch eine vorherrschende Modulation des Amplitudenspektrums zwischen etwa 4,3 und 5,5 Hz gekennzeichnet. Interessanterweise ist diese Zeitspanne auch die typische Dauer der Augenfixation beim Lesen von Buchstabenschriften – nur bei Zeichenschriften dauert es mit… Weiterlesen »Das Gehirn gibt den gleichen Takt beim Lesen und beim Hören bzw. Sprechen vor