Forschungsmethoden

Forschungsmethoden bezeichnen somit den planmäßigen und systematischen Versuch, wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen. Etwas methodisch zu tun, meint, bei der Gewinnung von Erkenntnis zielgerichtet, systematisch und überlegt vorzugehen.

Neuronale Netzwerke entwickeln sich auch ohne Glutamat

Das menschliche Gehirn verarbeitet Informationen in einem Netzwerk von Milliarden Nervenzellen, die über hundert Billionen Kontaktstellen (Synapsen) miteinander verbunden sind. An diesen Synapsen führen elektrische Impulse einer sendenden Nervenzelle zur Freisetzung von chemischen Botenstoffen, die von nachgeschalteten Nervenzellen empfangen und wieder in elektrische Signale umgewandelt werden. Auf diesem Prinzip der chemischen Signalübertragung basiert die Kommunikation aller Nervenzellen, die in Form von Netzwerken für die Steuerung aller Körperfunktionen verantwortlich sind. Nach der gängigen Lehrmeinung müssen Nervenzellen im Gehirn… Weiterlesen »Neuronale Netzwerke entwickeln sich auch ohne Glutamat

Grundlagen einer empirischen Sozialwissenschaft

Anforderungen an eine empiristisch ausgerichtete Sozialwissenschaft bedeutet, eine Theorie zu bilden muss sich ausschließlich auf Erfahrung stützen. Im wissenschaftlichen Kontext stammen Erfahrungen aus systematischen Beobachtungen, sind also nicht einfach alltägliche Beobachtungen, die man zufällig macht, sondern an diese wissenschaftlichen Beobachtungen werden konkrete Bedingungen gestellt: Wiederholbarkeit bzw. Reproduzierbarkeit: Eine Beobachtung muss für andere Menschen wiederholbar sein, d. h., eine einmalige Beobachtung, die nie wieder möglich ist, besitzt wenig Evidenz in der Wissenschaft. Daher ist es notwendig, einmal gemachte… Weiterlesen »Grundlagen einer empirischen Sozialwissenschaft

Suggestive Fragen in Interviews

Suggestive Fragen zwingen Interviewte zum Nachdenken und gegebenenfalls zum Widerspruch, doch wirklich brauchbare Informationen erhält man aber nur durch Berichte über konkretes Verhalten und Erleben in ausgewählten Situationen. Untersuchungen zeigen, dass Interviewer oft nur eine unvollständige Vorstellung von Suggestivfragen haben. Einige Merkmale suggestiver Fragen sind: Vorausgeschickte Informationen verdeutlichen die erwünschte Antwort in der Frage ist bereits eine Bewertung des erfragten Verhaltens enthalten es wird etwas als gegeben voraussetzt, was nicht vorausgesetzt werden kann, weil es auch anders… Weiterlesen »Suggestive Fragen in Interviews

Wiederholungsstudien in der Psychologie eher selten

Da Experimente in der Psychologie nur sehr selten oder gar nicht wiederholt werden, sehen manche den Erkenntnisfortschritt bedroht. Bekanntlich ist die Reproduzierbarkeit von Experimenten ein bedeutender Eckpfeiler der Wissenschaft, denn erst durch die Wiederholung werden Fehler aufgedeckt und Zufallsbefunde von verlässlichen Erkenntnissen getrennt. In der Psychologie beträgt nach Matthew Makel (Duke University) der Anteil der Wiederholungsstudien knapp ein Prozent. Das liegt vor allem daran, dass durch die Überprüfung dessen, was bereits andere zuvor untersucht haben, sich in… Weiterlesen »Wiederholungsstudien in der Psychologie eher selten

Kausalniveaus – Eine Methodenanalyse zur Kausalforschung der Psychologie

Die Methodenlehre in der Psychologie ist stark mathematisiert und sozialwissenschaftlich ausgerichtet. Seit einigen Jahrzehnten spielt jedoch in der Forschung die Biopsychologie eine zunehmend prominente Rolle, wobei die biopsychologische Forschungsmethodik grundsätzlich anders funktioniert als die sozialwissenschaftliche. So ist etwa das Verfahren, das man als „Experiment“ bezeichnet, in der Biopsychologie ein anderes als in der sozialwissenschaftlichen Forschung. Julia von Thienen hat ein Verfahren zur Methodenanalyse entwickelt, um Inkonsistenzen zwischen Forschungsmethoden und ihren Befunden abzuklären, wobei die Berücksichtigung verschiedener Kausalniveaus… Weiterlesen »Kausalniveaus – Eine Methodenanalyse zur Kausalforschung der Psychologie

Zitieren und Zitation

Zitat ist, was man sich nicht traut zu sagen und dann erzählt, was so ein Toter mal gesagt hat. Jürgen von Manger Wissenschaftliches Arbeiten erfordert in der Regel, seine eigenen Aussagen durch Quellen, d. h., Zitate aus der Primär- und Sekundärliteratur belegen zu können, wobei man unter Primärliteratur die Originaltexte selbst versteht, während im Gegensatz dazu Sekundärliteratur wissenschaftliche, kritische Forschungsschriften u?ber die Originaltexte (Interpretationen, Kommentare, Untersuchungen etc.) bezeichnet.  Zitate mu?ssen kenntlich gemacht und deren Quellen korrekt angegeben… Weiterlesen »Zitieren und Zitation

Praxisbuchs Empirische Sozialforschung – Neuauflage

Es liegt eine aktualisierte Auflage des Praxisbuchs Empirische Sozialforschung vor, in dem Stigler & Reicher wichtiges forschungsmethodisches Handwerkszeug und Hintergrundwissen bereitstellen, das Studierende und PraktikerInnen befähigen soll, Anforderungen in Bezug auf Konzeption, Durchführung und Auswertung von wissenschaftlichen Forschungsarbeiten erfolgreich zu bewältigen. Fragen der Planung und Konzeptualisierung, Aspekte des wissenschaftlichen Schreibens und der wissenschaftlichen Textproduktion, das Recherchieren und Zitieren von Quellen unter Einsatz neuer Medien sowie angewandte Aspekte standardisierter und nicht-standardisierter Interview- und Befragungsmethoden werden dabei thematisiert. Für… Weiterlesen »Praxisbuchs Empirische Sozialforschung – Neuauflage

Gratis Praxisbuch zur Transkription von Audiodateien und Videodateien

Für die Erstellung von Audio- und Videotranskriptionen kann man nicht einfach loslegen, sondern es gilt vorab zu klären: Was genau soll eigentlich notiert werden? Kann man Spracherkennung verwenden? Wird eine Pause, Husten und Lachen notiert? Gibt es Software, die man nutzen kann? Das kostenfreie „Praxisbuch Transkription“ gibt konkrete Antworten zum Thema, und unterstützt und leitet bei der Transkription im Rahmen einer qualitativen Forschungsarbeit an. Dabei orientieren sich die AutorInnen dieses 50-seitigen Praxisbuches an der aktueller Literatur zum… Weiterlesen »Gratis Praxisbuch zur Transkription von Audiodateien und Videodateien

Sekundärzitat

Unter Sekundärzitaten versteht man das Zitieren von Arbeiten, die man selbst nicht gelesen hat, die man aber anhand der Zitierung von jemand anderen verwendet hat und in seiner Arbeit anführt. Sekundärzitate sollten nach Möglichkeit vermieden werden, da der zitierende Autor den Originaltext aus seiner Sicht und zumeist in spezifischer Auswahl wiedergibt. Durch mehrfaches „Sekundär-Zitieren“ kann es zu großen inhaltlichen Verzerrungen kommen („Stille-Post-Phänomen“). Autoren, die aufgrund der Angaben anderer Werke zitiert werden, scheinen daher im Literaturverzeichnis nicht auf,… Weiterlesen »Sekundärzitat

WIFE-Formel für das erfolgreiche wissenschaftliche Arbeiten

Werner Heister bringt in seiner WIFE-Formel das erfolgreiche wissenschaftliche Arbeiten auch mnemotechnisch elegant und einprägsam auf den Punkt: WIFE steht dabei als Akronym für Wissenschaftlichkeit, Inhalte, formale Korrektheit & Fehlerfreiheit und eigenständige Leistung. W = Wissenschaftlichkeit beim Arbeiten meint in diesem Zusammenhang das Arbeiten auf der Basis wissenschaftlicher Methoden und Erkenntnisse, unter Berücksichtigung der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion, also der Meinungen Anderer und somit der Einbeziehung der einschlägigen/relevanten Literatur, sich mit einem Thema/ einer Problemstellung auseinanderzusetzen und in… Weiterlesen »WIFE-Formel für das erfolgreiche wissenschaftliche Arbeiten