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Entwicklungspsychologie

Ihr Gegenstand ist die Beschreibung und Erklärung zeitlich überdauernder, aufeinander aufbauender Veränderungen menschlichen Erlebens und Verhaltens über die gesamte Lebensspanne.

Entwicklungsschritte des Kindes bis zur Pubertät und damit verbundene Aufgaben

Geburt: Außerhalb von meiner existiert noch eine Welt. Säugling: Unterscheidung von angenehm und unangenehm. Krabbel- und Laufalter: Eroberung und Entdeckung des Raumes. Ab zirka 10 bis 16 Monaten: Unterscheidung zwischen „Mensch und Gegenstand“. Ab zirka 20 Monaten: Unterscheidung zwischen bekannter und unbekannter Umgebung. 2 Jahre: Es gibt Menschen, die größer und stärker sind als ich. 2,5 bis 3 Jahre: Ich bin ein Mensch, du bist ein Mensch. Klare Zuordnung der Bezugspersonen. 3 Jahre: Kindergartenreife, beginnendes Erkennen von… Weiterlesen »Entwicklungsschritte des Kindes bis zur Pubertät und damit verbundene Aufgaben

Cyberbullying im internationalen und lokalen Kontext

Am Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik der Johannes Kepler Universität Linz wurde im Rahmen der Lehrveranstaltungen zum Projektmanagement ein Forschungsbericht  zum Thema „Cyberbullying im internationalen und lokalen Kontext “ erstellt. Mit den Methoden Desk Research, qualitatives Interview (unter anderem auch mit dem Autor der Arbeitsblätter; W. S.), Gruppendiskussion, Mediendiskursanalyse, vertiefende Materialanalyse, Grounded Theory, Inhaltsanalyse und Analyse von sekundärstatistischem Datenmaterial wurde folgenden Fragen nachgegangen: Wie kann Cyberbullying von anderen Formen der Gewalt unter Kindern und Jugendlichen unterschieden werden?… Weiterlesen »Cyberbullying im internationalen und lokalen Kontext

Noch eine Typologie von Jugendlichen

In der Sinus-Milieu-Jugendstudie wurden im Herbst 2012 fünfzig qualitative Befragungen und 1500 Online-Interviews mit 14- bis 29-Jährigen in Österreich durchgeführt, wobei sich sechs verschiedene Typen von Jugendlichen herauskristallisiert haben, die trotz Unterschieden einen Zwang zur performativen Existenz verspüren, d. h., ihnen ist die Selbstdarstellung besonders wichtig. Nach Angaben der Studienleiter haben die untersuchten Jugendlichen wenige Problem damit, Werte zu mischen, die früher kaum zusammengepasst hätten, etwa traditionelles Pflichtbewussten mit individueller Selbstverwirklichung auf einen Nenner zu bringen. Das… Weiterlesen »Noch eine Typologie von Jugendlichen

Risikofaktor Einsamkeit

Allein zu essen ist für einen philosophierenden Gelehrten ungesund. Immanuel Kant Einsamkeit ist der Weg, auf dem das Schicksal den Menschen zu sich selber führen will. Hermann Hesse Auf dem Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie stellten Experten 2013 aktuelle Zahlen zur Einsamkeit bei Männern und Frauen im Alter vor und diskutierten Folgen und Risikofaktoren von Einsamkeit. Von den über 65-Jährigen leben nach Untersuchungen die Hälfte aller Frauen und jeder fünfte Mann allein, wobei Männer und… Weiterlesen »Risikofaktor Einsamkeit

Erklärung für nachlassendes Gedächtnis im Alter

Man kann beobachten, dass die Angst der Menschen vor einem Verlust des Gedächtnisses in den letzten Jahren größer geworden ist, nicht zuletzt durch Berichte in den Medien. Vor allem Menschen über fünfzig sind häufig schockiert, wenn ihnen der Name eines bekannten Schauspielers oder einer Stadt aus ihrem letzten Urlaub nicht mehr einfallen will. Besonders Frauen in den Wechseljahren berichten immer wieder von Problemen, sich an Informationen zu erinnern und geistige Aufgaben zu bewältigen, die normalerweise Routine sind,… Weiterlesen »Erklärung für nachlassendes Gedächtnis im Alter

Gleichgewichtstest

Dieser kleine Test kann feststellen, wie gut der Gleichgewichtssinn ausgeprägt ist. Bekanntlich lässt dieser mit dem Alter nach. Man stellt sich aufrecht hin, wenn es geht barfuß, mit vor der Brust gekreuzten Armen. Nun das linke Knie leicht anheben, bis der Fuss etwa 20 cm über Boden ist. Nun beginnt man langsam die Sekunden zu zählen, startet eine Stoppuhr, einen Wecker, oder man bittet jemanden, dies zu tun. Zunächst führt man den Test mit offenen Augen, dann… Weiterlesen »Gleichgewichtstest

Schutzfaktoren der Resilienz

Der erste Schutzfaktor des Individuums ist die Gabe, stolz auf sich zu sein. Selbstwirksamkeitsüberzeugung ist dabei das Gegenteil von Schicksalsgläubigkeit, denn Menschen, bei denen dieser Faktor stark ausgeprägt ist, haben das gute Gefühl, Situationen durch ihr Handeln positiv beeinflussen zu können. Der Schutzfaktor der Familie, denn jeder Mensch braucht zumindest eine Bezugsperson. Resiliente Kinder, die von ihren Eltern vernachlässigt wurden, suchen sich oft Ersatzeltern, etwa die Großeltern, Geschwister oder Nachbarn. Auch Glaube und Religiosität könne einen Schutzfaktor… Weiterlesen »Schutzfaktoren der Resilienz

Epochen der Entwicklung und deren Abfolge nach Baldwin

Baldwin nahm an, dass sich die geistige Entwicklung in Epochen unterteilt, deren Abfolge universal gültig ist. Zwischen 4 und 8 Monaten besitzt ein Kind lediglich die Eigenschaften niederer Wirbeltiere, von 8 bis 12 Monaten die der höheren Wirbeltieren und erst ab 2 Jahren die geistigen Eigenschaften eines menschlichen Lebewesens. Der Ansatz von Baldwin kann auch als genetische Epistemologie bezeichnet werden, also als Ansatz, der die Art und Weise beschreibt, wie ein Subjekt objektives Wissen von seiner Umwelt… Weiterlesen »Epochen der Entwicklung und deren Abfolge nach Baldwin

Familie und Lesekompetenz

Nach McElvany, Becker und Lüdtke (2009, S. 121) wirkt sich die familiäre Lesesozialisation auf Bildungserfolg und Lesekompetenz aus. Aus einem Wirkmodell wurden familiäre Strukturmerkmale, lesebezogene familiäre Prozessmerkmale und individuelle Merkmale ermittelt aus welchen die Lesekompetenz vorhergesagt werden kann. Die angenommenen Strukturen wurden empirisch anhand von Daten aus der Befragung von 772 GrundschülerInnen für den Zeitraum vom Ende der dritten bis Ende der sechsten Klasse überprüft

Bindung und Loslassen

Übe dein Ohr im Überhören. Emanuel Wertheimer Menschliche Urängste und der mächtige Wunsch nach Bindung spielen eine bedeutsame Rolle beim Loslassen. Das Bedürfnis nach Sicherheit ist biologisch verankert, sodass Unsicherheit Unbehagen und Angst aus löst, wobei Angst das Bindungssystem aktiviert. Wenn Menschen etwas oder jemanden loslassen müssen, sich verändern, brauchen sie erst recht das Gefühl, verbunden zu sein. Wie leicht oder schwer Menschen loslassen können, hängt mit früheren Trennungserfahrungen zusammen, wobei die Basis für diese Fähigkeit die… Weiterlesen »Bindung und Loslassen