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Entwicklungspsychologie

Ihr Gegenstand ist die Beschreibung und Erklärung zeitlich überdauernder, aufeinander aufbauender Veränderungen menschlichen Erlebens und Verhaltens über die gesamte Lebensspanne.

Bewertung durch andere

Obwohl die menschliche Neigung, vor anderen Menschen gut dazustehen, allgegenwärtig ist, bleibt die Frage offen, ab welchem Alter diese Tendenz erkennbar ist. Frühere Studien hatten gezeigt, dass schon Drei- bis Fünfjährige um ihr Ansehen besorgt sind, denn wenn  sie von anderen hörten, dass sie besonders schlau wären, waren sie anschließend bei einer Aufgabe eher zum Schwindeln bereit, denn sie wollten ihren Ruf als kluge Köpfe bewahren. Offenbar prägen bewertende Verhaltensweisen der Eltern schon in diesem frühen Alter… Weiterlesen »Bewertung durch andere

Handy-Nutzung von Kindern 2011

Das Handy – eines der wichtigsten Utensilien im Leben eines Jugendlichen – ist aus dem Alltag junger Heranwachsender kaum mehr wegzudenken, denn was bis vor kurzem noch ein Medium der Kommunikation war, ist heute zu einem Multifunktionsgerät geworden. Technologische Funktionen des Handys, wie das Fotografieren, Speichern und Versenden von Bildern und Filmen mit der integrierten Kamera, aber auch Downloads von multimedialen Inhalten aus dem Internet oder ein Datenaustausch via MMS oder Bluetooth verdrängen die Grundfunktionen des Mobiltelefons… Weiterlesen »Handy-Nutzung von Kindern 2011

Die frühe Gehirnentwicklung

Bereits in der dritten Schwangerschaftswoche beginnt das kindliche Gehirn und das Nervensystem sich zu entwickeln, bis zum Ende des zweiten Monats, also zu einem Zeitpunkt, an dem eine Frau oft erst von ihrer Schwangerschaft erfährt, sind Gehirn und Rückenmark bereits fast vollständig angelegt, auch wenn die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist. In den frühen Stadien der Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems werden sehr viele Zellen gebildet, wobei auch Neuronen, die nicht in der Lage sind,… Weiterlesen »Die frühe Gehirnentwicklung

Schielen durch zu häufige Handy-Nutzung bei Kindern

Bei Kindern und Jugendlichen, die sich noch in der Phase der Entwicklung befinden, kann Schielen die Sehfähigkeit mitunter ein Leben lang einschränken, denn beim Schielen weichen die beiden Sehachsen voneinander ab, wenn ein Objekt mit den Augen fokussiert wird. Im Normalfall bewegen sich die Augen immer gemeinsam in die gleiche Richtung, wodurch im Gehirn ein dreidimensionales Bild der Umwelt entsteht. Bewegen sich die Augen unterschiedlich, weichen also die Sehachsen voneinander ab, kommt es zum Schielen, manchmal auch… Weiterlesen »Schielen durch zu häufige Handy-Nutzung bei Kindern

Partnerpräferenzen in der Evolution

Die lange vertretene Theorie, wonach Partnerpräferenzen evolutionsbiologisch festgeschrieben sind, gerät nun ins Wanken. Früher galt, dass Frauen Männer mit großen Ressourcen zum Großziehen ihrer Kinder brauchen, Männer hingegen möglichst viele fruchtbare Frauen, denn so können beide die größtmögliche Zahl von Nachkommen hinterlassen. Das lag vermutlich daran, dass sich die Vorfahren ständig wechselnden Umwelten mit neuen Anpassungsproblemen stellen mussten, wobei jene, die flexibel auf Veränderungen in der Umwelt reagieren konnten, einen Überlebensvorteil hatten. Diese Flexibilität erlaubt es offensichtlich… Weiterlesen »Partnerpräferenzen in der Evolution

Indirekte Wirkung von Mediengewalt

Einer der Gründe, warum der Einfluss von medialen Gewaltdarstellungen oft bezweifelt wird, ist die irrtümliche Annahme, dass die Wirkung sowohl unmittelbar als auch schwerwiegend sein müsse, etwa indem jemand unmittelbar nach dem Spielen eines gewalthaltigen Computerspiels einen anderen Menschen erschießt. Vielmehr nehmen die Auswirkungen von Mediengewalt zumeist weniger dramatische und unmittelbare Formen an, etwa indem ein Kind mit zunehmendem Gewaltkonsum trotziger und widerspenstiger wird oder ein Erwachsener weniger bereit ist, anderen zu helfen. Außerdem sind Menschen aus… Weiterlesen »Indirekte Wirkung von Mediengewalt

Moralkompetenz und Lernatmosphäre

Georg Lind, der Entwickler der Konstanzer Methode der Dilemma-Diskussion (KMDD) plädiert nach einer neuen Studie an die Lehrenden der Universitäten, die Lernumwelt umzugestalten und Reformen durchzuführen, um Studierende zu einer moralischen Haltung im Umgang mit sich selber und anderen anzuleiten. Er schreibt dazu (Übersetzung G. Lind; Hervorhebungen W. S.): Zusammenfassend legen unsere Befunde und die Befunde ähnlicher Studien drei wichtige Reformanstrengungen für Universitäten nahe: Ersten sollten wir die Studienpläne aller Fachrichtungen mit genügend Zeit für Selbstlernen, Reflektion… Weiterlesen »Moralkompetenz und Lernatmosphäre

The Selling of Attention Deficit Disorder

Unter diesem Titel berichtet Alan Schwarz in der New York Times im Dezember 2013 über den Protest der Vereinigung Amerikanischer Psychiater mit der Forderung nach einem Verschreibungsstopp bei Kindern für die immer verbreitetere Diagnose ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom). Die aktuellen Zahlen belegen, dass die Häufigkeit der Verschreibung von Psychopharmaka eindeutig mit dem sozialen Status zu tun hat und weniger mit der Diagnose einer Krankheit, denn diese müsste quer durch alle Bevölkerungsschichten gleich häufig anzutreffen sein. Es wird eindringlich vor… Weiterlesen »The Selling of Attention Deficit Disorder

Entwicklungsschritte des Kindes bis zur Pubertät und damit verbundene Aufgaben

Geburt: Außerhalb von meiner existiert noch eine Welt. Säugling: Unterscheidung von angenehm und unangenehm. Krabbel- und Laufalter: Eroberung und Entdeckung des Raumes. Ab zirka 10 bis 16 Monaten: Unterscheidung zwischen „Mensch und Gegenstand“. Ab zirka 20 Monaten: Unterscheidung zwischen bekannter und unbekannter Umgebung. 2 Jahre: Es gibt Menschen, die größer und stärker sind als ich. 2,5 bis 3 Jahre: Ich bin ein Mensch, du bist ein Mensch. Klare Zuordnung der Bezugspersonen. 3 Jahre: Kindergartenreife, beginnendes Erkennen von… Weiterlesen »Entwicklungsschritte des Kindes bis zur Pubertät und damit verbundene Aufgaben

Cyberbullying im internationalen und lokalen Kontext

Am Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik der Johannes Kepler Universität Linz wurde im Rahmen der Lehrveranstaltungen zum Projektmanagement ein Forschungsbericht  zum Thema „Cyberbullying im internationalen und lokalen Kontext “ erstellt. Mit den Methoden Desk Research, qualitatives Interview (unter anderem auch mit dem Autor der Arbeitsblätter; W. S.), Gruppendiskussion, Mediendiskursanalyse, vertiefende Materialanalyse, Grounded Theory, Inhaltsanalyse und Analyse von sekundärstatistischem Datenmaterial wurde folgenden Fragen nachgegangen: Wie kann Cyberbullying von anderen Formen der Gewalt unter Kindern und Jugendlichen unterschieden werden?… Weiterlesen »Cyberbullying im internationalen und lokalen Kontext