Buchempfehlung

Wie schon der Titel sagt, werden in diese Kategorie Empfehlungen für Bücher ausgesprochen.

Wozu Feedback?

Funktionen von Feedback nach Fengler (2009): Feedback hilft bei der Selbsteinschätzung. Feedback steuert Verhalten. Positives Feedback ermutigt. Feedback hilft bei der Fehlersuche. Feedback fördert persönliche Lernprozesse. Feedback hebt die Motivation. Feedback hilft, zielgerichtet zu arbeiten. Feedback ermo?glicht die Fähigkeit, sich hilfreiches Feedback verschaffen zu können. Feedback führt zu einem Zuwachs an Einfluss beim Empfänger und beim Geber von Feedback. Feedback bewirkt eine engere Verbindung mit der Aufgabe. In Verhandlungen hilft es bei der Einschätzung von Angeboten. Feedback… Weiterlesen »Wozu Feedback?

Stört Musik die Konzentration beim Lernen?

Klaus Ernst Behne untersucht 153 empirische Studien über Effekte von Hintergrundmusik auf außermusikalisches Verhalten, etwa die Konzentrationsleistung beim Lernen. Seit den 90er Jahren vergrößert sich die große Zahl von Studien ohne signifikanten Nachweis eines Effekts von Musik auf außermusikalisches Verhalten. Gegenwärtig nimmt offenbar die Wirkungslosigkeit von Musik zu, sodass etwa die Angewohnheit von Kindern, bei den Hausaufgaben Musik zu hören, weniger kritisch zu betrachten ist. Grund dafür könnte die Omnipräsenz von Musik in der Umwelt der Jugendlichen… Weiterlesen »Stört Musik die Konzentration beim Lernen?

Georg Lind: Moral ist lehrbar!

Georg Linds Buch „Moral ist lehrbar! Wie man moralisch-demokratische Fähigkeiten fördern und damit Gewalt, Betrug und Macht mindern kann“ ist nun 2015 in der dritten Auflage erschienen. Für die Förderung moralisch-demokratischer Fähigkeiten hat sich die Dilemma-Diskussion als eine der wirksamsten Unterrichtsmethoden herausgestellt, die ursprünglich von Moshe Blatt und Lawrence Kohlberg an der Harvard-Universität entwickelt worden war. Georg Lind, der mit Kohlberg zusammengearbeitet hatte und sich in seinen letzten Arbeiten als führender Kohlbergspezialist erwies, veröffentlichte 2002 zum ersten… Weiterlesen »Georg Lind: Moral ist lehrbar!

Der Onlinesucht entgegenwirken

In der digitalen Welt kommen Kinder früh mit dem Internet in Berührung, doch wieviel Konsum ist normal und ab wann spricht man von Sucht? Wenn das ständige Onlinesein dazu führt, dass Menschen ihr reales Leben – Freunde, Arbeit, Schlaf und Ernährung – vernachlässigen, dann ist das Internet zu einem Suchtmittel geworden. Holger Feindel beschreibt in seinem Buch Onlinesüchtig? Ein Ratgeber für Betroffene und Angehörige, wie man eine Onlinesucht von normalem Internetgebraucht abgrenzt, wer besonders gefährdet ist und… Weiterlesen »Der Onlinesucht entgegenwirken

Gesundheitszwänge und Schönheitsideale

Die Wahrnehmung der körperlichen Attraktivität ist in den verschiedenen Kulturkreisen unterschiedlich, insbesondere in Bezug auf die Körpergröße und Körperform von Frauen. Boothroyd et al. (2020) haben Hypothesen untersucht, ob visuelle Medien westliche schlanke Ideale in andere Kulturkreise transportieren können. Sie lieferten dabei sowohl einen Querschnitts-, Längsschnitt- als experimentellen Nachweis mittels Feldforschung, dass die Medienexposition Veränderungen in der Wahrnehmung der weiblichen Attraktivität bewirken kann. Dabei wurde der Einfluss des Medienzugangs auf weibliche Körperideale in einer abgelegenen Region Nicaraguas… Weiterlesen »Gesundheitszwänge und Schönheitsideale

Multimodales Stresskompetenz-Training

Stress wird häufig durch ein übermäßig ausgeprägtes Bedürfnis nach ständiger Selbst- und Situationskontrolle verursacht, wobei Menschen im dritten, vierten und fünften Lebensjahrzehnt, also in den Jahren Jahren, in denen die Familien, die Freundeskreise, die beruflichen Karrieren, der Wohlstand aufgebaut werden, am stärksten betroffen sind. In dieser Zeit wird der Mensch mit auf Dauer nicht völlig realisierbaren Bedürfnisse nach Liebe, Zuwendung, Macht, Ordnung, Leistung, Sinnlichkeit, Ordnung, Freiheit, Sicherheit oder Geborgenheit konfrontiert.Bei extremer Ausprägung einzelner Werte- bzw. Bedürfnisbereiche kann… Weiterlesen »Multimodales Stresskompetenz-Training

Entscheidungen von Führungskräften

Der Psychologe und Unternehmensberater Felix Frei beschäftigt sich mit zwei häufigen Annahmen von Führungskräften, die grundsätzlich falsch sind: Entscheidet eine Führungskraft, hält sie es für eine Entscheidung ihres Bewusstseins, und teilt die Führungskraft die Entscheidung anderen mit, geht sie davon aus, dass die anderen sie verstehen. Jedoch sind in diesen Situationen verschiedenste Persönlichkeitsmerkmale, Emotionen, Gefühle dabei meist unmerklich im Spiel und instrumentalisieren das Bewusstsein der Führungskraft. Frei schreibt: “Es geht darum, die eigenen Gefühle zu lesen. Vor… Weiterlesen »Entscheidungen von Führungskräften

“Sei dein eigener Arzt” oder doch: “Sei dein eigener Psychologe”?

Unter dem marktgängigen Titel “Sei dein eigener Arzt“, liefern Jael Backe & Alexandra Reinwarth eine nach eigenen Aussagen medizinisch fundierte Anleitung zur Selbstheilung, wobei vermutlich der Titel “Sei dein eigener Psychologe” genauso angebracht wäre. Die beiden AutorInnen beziehen sich beinahe durchgängig auf psychologische Erkenntnisse, die sich mit den Zusammenhängen zwischen Psyche und Körper beschäftigen. Es gibt zahlreiche Ratgeber, die versprechen, dass man gesund wird, wenn man nur fest daran glaubt. Unbestritten und in zahlreichen Untersuchungen wissenschaftlich belegt… Weiterlesen »“Sei dein eigener Arzt” oder doch: “Sei dein eigener Psychologe”?

Neurowissenschaften und Psychoanalyse

Eric Laurent warnt in seinem Buch, dass die Umarmung der Psychoanalyse durch die Neurowissenschaften  tödlich enden könnte, denn obwohl sich in Sigmund Freuds Schriften zahlreiche Verweise auf naturwissenschaftlich-medizinische Befunde finden, ist heute Freud aus dem medizinwissenschaftlichen Diskurs längst verschwunden ist bzw. wird dort eher als Vertreter einer vorwissenschaftlichen Psychologie eingeordnet. In “Lost in Cognition” kritisiert er die Übersetzung psychoanalytischer Kategorien in das Vokabular der Neurowissenschaften, denn dadurch geht etwa die Originalität des Freudschen Unbewussten, das auf keinem… Weiterlesen »Neurowissenschaften und Psychoanalyse

Kausalniveaus – Eine Methodenanalyse zur Kausalforschung der Psychologie

Die Methodenlehre in der Psychologie ist stark mathematisiert und sozialwissenschaftlich ausgerichtet. Seit einigen Jahrzehnten spielt jedoch in der Forschung die Biopsychologie eine zunehmend prominente Rolle, wobei die biopsychologische Forschungsmethodik grundsätzlich anders funktioniert als die sozialwissenschaftliche. So ist etwa das Verfahren, das man als “Experiment” bezeichnet, in der Biopsychologie ein anderes als in der sozialwissenschaftlichen Forschung. Julia von Thienen hat ein Verfahren zur Methodenanalyse entwickelt, um Inkonsistenzen zwischen Forschungsmethoden und ihren Befunden abzuklären, wobei die Berücksichtigung verschiedener Kausalniveaus… Weiterlesen »Kausalniveaus – Eine Methodenanalyse zur Kausalforschung der Psychologie