Einfache Benimmregeln für ein Bewerbungsgespräch

Für ein Bewerbungsgespräch gibt es einige einfache Benimmregeln, um auf seinen Gesprächspartner positiv zu wirken. Man sollte dabei immer etwas früher kommen, um in Ruhe ankommen zu können, denn wer gehetzt ist, kann das nonverbal kaum verbergen und beraubt sich selbst seiner Souveränität, denn jeder Versuch, den eigenen Stress zu kaschieren, ist selten erfolgreich, denn dann trägt man eine bemüht wirkende Fassade, die schnell auffliegt. Weiß man bei der Begrüßung den Namen des Gesprächspartner noch nicht, sollte man ihn auf jeden Fall erfragen, um sich so gezielt auf das Gegenüber vorzubereiten und ihn mit dem Namen anzusprechen (Titel?), was bei der Begrüßung helfen kann. Beim Sitzen orientiert man sich als Bewerber bestenfalls am Verhalten der Gesprächspartner, d. h., man sollte sich erst setzen, wenn man aufgefordert wird. Stehen dem Bewerber mehrere Sitzplätze zur Auswahl, sollte man sich den Platz aussuchen, dass man die Lichtquelle im Rücken hat, denn das sorgt für einen hellen Hintergrund, was sympathischer und offener erscheinen lässt. Wird Bewerbern ein Getränk angeboten, sollte man das Angebot annehmen, weil das sonst als Zurückweisung gewertet werden könnte, wobei aber außergewöhnliche Wünsche nicht gut ankommen. Auch sollte man den Small Talk als Bewerber nicht unterschätzen, denn schon hierbei kann man einiges über sich selbst verraten.

In der Frankfurter Rundschau fand sich ein interessantes Beispiel, womit man als Bewerber bei einem Bewerbungsgespräche rechnen muss, denn schließlich beschränken sich viele Personaler nicht nur mit fachlichen Fragen, sondern testen Bewerber auch auf ganz andere Weise. Als man einen Bewerber mit hoher sozialer Kompetenz, eine warmherzige, zugängliche und kontaktfreudige Person suchte, die später viel Kontakt zu Kunden haben sollte, gab sie sich als Empfangsdame an der Rezeption des Unternehmens aus. Als der Kandidat zum Bewerbungsgespräch erschien und sich an der Rezeption anmeldete, verhielt er sich statt höflich und freundlich aufzutreten gegenüber der vermeintlichen Rezeptionistin abweisend und überheblich und soll sie kaum angeschaut haben. Als sie versuchte, ihn in ein Gespräch zu verwickeln, gab es keinen Augenkontakt, kein Interesse, mit ihr zu sprechen. Kein Wunder, dass es den Bewerber auch im folgenden Gespräch mit der Personalchefin nicht mehr gelang, diesen Eindruck zu verändern. Sie erklärte ihm, dass jede einzelne Person im Team Wertschätzung und Respekt verdiene, und erklärte das Bewerbungsgespräch damit für beendet.

Literatur

Stangl, W. (2019). Bewerbung: Das Bewerbungsgespräch. [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/BEWERBUNG/Bewerbungsgespraech.shtml (2019-06-11).
https://www.handelsblatt.com/dpa/arbeit-wie-man-sich-im-bewerbungsgespraech-benimmt/24414362.html (19-06-11)


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