Wie führt man einen Vaterschaftstest durch?

Die Bestimmung der eigenen Abstammung ist eine einfache und standardisierte molekulargenetische Methode, mit der es möglich ist, eine Vaterschaft entweder zu bestätigen oder auszuschließen. Ein Vaterschaftstest beruht dabei auf einer DNA-Analyse, bei der die DNA des Kindes mit der DNA der Eltern verglichen wird, und je nachdem, wie groß die Ähnlichkeit dabei ist, kann eine Vaterschaft bewiesen oder für unwahrscheinlich erklärt werden. Die DNA trägt als Erbgut die gesamte genetische Information für die Entstehung und die Existenz jedes einzelnen Menschen. Die DNA ist ein langer Faden, der in jeder Zelle des menschlichen Körpers im Zellkern aufgewickelt in den Chromosomen zu finden ist. Jede menschliche Zelle besitzt 23 Chromosomen Paare, insgesamt also 46 Chromosomen, die jeweils zur Hälfte von der Mutter und vom Vater stammen.

Das Gendiagnostik-Gesetz verbietet in Deutschland übrigens heimliche Vaterschaftsuntersuchungen und Zuwiderhandlungen sind unter Strafe gestellt. Abstammungsgutachten, bei denen nicht das Einverständnis des gesetzlichen Vertreters vorliegt, sind daher gesetzlich verboten.

Die für einen solchen Test benötigten Proben werden in der Regel durch einen Abstrich der Mundinnenschleimhaut gewonnen, wobei ein solcher Abstrich von einem Arzt abgenommen werden muss. Bei minderjährigen Kindern wird eine Einverständniserklärung von der Mutter benötigt und diese muss bei der Probeentnahme anwesend sein.

Es gibt allerdings auch im Internet zahlreiche Anbieter, bei denen man einen Vaterschaftstest bestellen kann. Nach der Zahlung einer Gebühr erhält man ein Set zur Entnahme der Proben, das man danach mit den DNA-Proben an das Fachlabor zurückschickt, wo die Proben untersucht werden.