Tipps zu Wahrung der vier Distanzzonen

0 bis zu 60 cm = Intime Distanz
In diesem Bereich kommuniziert man mit Menschen, die einem im wahrsten Sinne des Wortes nahe ste-hen, also die Partnerin oder der Partner, Verwandte und sehr enge Freunde.

60 cm bis zu 1,5 m = Persönliche Distanz
In dieser Zone befindet man sich bei einem Gespräch mit Kollegen, beim Smalltalk auf der Straße oder bei einer Party.

1,5 m bis zu 4 m = Gesellschaftliche Distanz
Dies ist der Raum für eher unpersönliche Angelegenheiten, also etwa der  Kontakt  zu einem  Handwerker,  zur Putzfrau oder zum Postboten. In diesem Raum befinden man sich auch, wenn man in der Eingangshalle bei der Empfangsdame auf seinen Gesprächspartner wartet. Der Kontakt ist da, hält aber die andere Person nicht zwangsläufig von der Arbeit ab.

Ab 4 m = Öffentliche Distanz
In dieser Distanzzone befindet man sich, wenn man sich in einem großen Raum zu einer Sitzung zusammenfindet und der Vorgesetzte die Tagesordnungspunkte anspricht oder wenn man  dem Vortrag eines Redners lauscht.

Wenn ein Mensch die Grenze zu der intimen Zone überschreitet, ohne dass er einem nahe steht, so löst dies bei zwangsläufig Stress und unter Umständen sogar Aggressionen aus. Wenn man einem Anderen zu nahe kommt, so wird man als aufmerksamer Beobachter folgende Reaktionen feststellen können: Ausweichen des Blicks, ein Zurücklehnen des Oberkörpers, vor dem Oberkörper verschränkte Arme zum Schutz oder Objekte, die vom Anderen als Barriere aufgebaut werden wie Unterlagen, Tasche oder Aktenkoffer.

Wenn einem hingegen ein Anderer zu nahe kommt und man diese nonverbalen Signale bei sich selber wahrnimmt, dann sollte man die Distanz zum Anderen bewusst verändern, wobei man u. U.  sehen kann, dass der  Schritt nach hinten den Anderen nicht davon abhält, wieder einen Schritt auf einen zuzugehen, d. h., der Gesprächspartner hat in diesem Fall offensichtlich  eine  geringere  intime Distanzzone als man selbst. Um diese Situation zu lösen, bietet man dem Anderen einen Sitzplatz so am Tisch an, dass dieser als Barriere dienen kann. Man kann auch etwas in die Hände nehmen, etwa einen Schreibblock, eine Tasse oder ein Glas. Man kann auch sein Gegenüber ansehen und den Körper ein wenig drehen, so dass diese Seite dem Gesprächspartner zugewandt ist. Dabei hält man aber den Blickkontakt und führt das Gespräch ohne Unterberechung weiter, wobei allmählich die Anspannung nachlassen sollte.

Siehe dazu Distanzzonen und Territorialität – Der Umgang mit Raum und Proxemik.