Tipps gegen Prokrastination

Ein zentraler Punkt der Prokrastination ist der Kampf zwischen zwei Systeme im Gehirn: dem Teil des Gehirns, in dem die Langzeitplanung stattfindet, und dem Teil des Gehirns, wo das Begehren stattfindet. Nach Ansicht von Steel ist diese Verzögerung in der Verrichtung von Tätigkeiten ist meist nicht durch einen unbewussten Perfektionismus verursacht, sondern liegt vielmehr im Gehirn selbst begründet, wobei der Kampf zwischen dem „Lust ist-Gehirn“ (limbischem System) und dem „Planungs-Gehirn“ (dem Frontalkortex) eher chaotisch, wozu noch die Struktur unserer Welt (Email, Facebook, Twitter, Fernsehen, Instant-Messaging usw.) heute so ist, dass Verzögerungen quasi vorprogrammiert sind, d.h., die Umwelt macht Verzögerungen viel leichter als es früher der Fall war. Steel beschreibt Techniken, wie man den Zauderberg besiegen kann: ein Verzögerungstagebuch führen, in das man aufschreibt, wie und wann man zögert, eine Sieges-Spirale aufbauen, d.h., kleine Siege zu verwenden, die aufeinander aufbauen, zwischen 10 Uhr und 14 Uh, also der Kernzeit für Produktivität arbeiten, die positive Verzögerung wie etwa das Haus saubermachen statt fernzusehen), kleine Ziele verwenden, statt große, Arbeitsrituale verwenden (immer um die selbe Uhrzeit mit der Arbeit anfangen), zuerst die Tätigkeiten planen, die Spass machen, und danach die unangenehmen Arbeiten planen, damit man nicht das Gefühl hat, ständig arbeiten zu müssen.