Metakognitive Therapie bei Schizophrenie

Eine metakognitive Therapie kann auch bei der Behandlung der Schizophrenie eingesetzt werden. Studien haben den Erfolg der kognitiver Verhaltenstherapie bei Schizophrenie nachgewiesen und belegten überdies, dass schizophrene Positivsymptome wie Wahn mit typischen Denkverzerrungen in Zusammenhang stehen. Beispielsweise neigen Betroffene dazu, ihre Entscheidungen auf der Grundlage von wenigen Informationen zu fällen (voreiliges Schlussfolgern). Dies kann die Entstehung folgenschwerer Fehlurteile begünstigen. Die meisten Betroffenen sind sich dieser kognitiven Verzerrungen und ihres negativen Einflusses auf die Symptomatik jedoch nicht bewusst (d.h. Störung der metakognitiven Reflexionsfähigkeit). Hier setzt die Individualisierte Metakognitive Therapie (MKT+) an.
Dieses Buch vermittelt anschaulich die aktuellen Theorien zu Zwangsstörungen und zeigt anhand zahlreicher Beispiel und Übungen, wie man mit diesen Denkfallen umgehen kann. Die im Therapiemanual vorgestellte metakognitive Therapie hilft, Zwangsgedanken als solche zu erkennen und ihnen zu entkommen. Gut verständlich formuliert und mit vielen Tipps für den Alltag versehen, bietet das Manual zahlreiche Fragebögen, Checklisten und Arbeitsmaterialien.
Dabei werden vierzehn häufige Denkverzerrungen bei Zwang mit bewährten Be­hand­lungs­strategien (z. B. der Konfron­ta­tions­übung) und neuen Techniken (z. B. der Aufmerksamkeitsspaltung) beschrieben. Die um­fang­reiche Materialsammlung richtet sich vor allem an Betroffene, stellt aber auch eine wertvolle Ergänzung für Therapeuten dar. Zahlreiche Bilder veranschaulichen den Text und regen die Auseinandersetzung mit dem Denken an. Eine Begleit-CD enthält alle im Buch be­schrie­benen Übungen zum praktischen Gebrauch.