Essstörungen: Die Hälfte der Mädchen fühlt sich zu dick

Nach Schätzungen leiden in Deutschland rund sechs Prozent aller Frauen zwischen 15 und 35 Jahren an Magersucht oder einer anderen Essstörung wie etwa Bulimie (Ess-Brech-Sucht). Bei Männern sind Essstörungen seltener: Auf zehn Frauen kommt durchschnittlich ein Mann. Die Therapie der Krankheit ist bei Männern einfacher, da Männer Muskeln haben wollen und diese bei Magersucht verschwinden, sodass Männer leichter zu motivieren sind, wieder etwas zu essen. In einer Umfrage der Max-Planck-Gesellschaft bei 9- bis 13-jährigen bejahten 49 Prozent der Mädchen und 36 Prozent der Jungen die Frage: „Wolltest du jemals dünner sein?“ Bis zu 15 Prozent der Betroffenen im Erwachsenenalter sterben an den Auswirkungen, warnt die Deutsche Gesellschaft für Essstörungen (DGESS). Die meisten sterben an den direkten Folgen der Mangelernährung, aber auch die Zahl der Selbstmorde ist hoch. Nur rund die Hälfte der Patienten könne wieder ganz geheilt werden. Als Ursache für Essstörungen gelten unter anderem äußere Belastungen wie Stress und starke Selbstwertprobleme. Hinzu kommen oft Depressionen.

Siehe dazu Essstörungen