Emotionale Intelligenz für Kinder und Jugendliche

Vor mehr als zehn Jahren ist das Buch „Emotionale Intelligenz“ von Daniel Goleman erschienen und hat damals einen Trend geschaffen, dass nicht nur Wissen und Denken entscheidende Kompetenzen im Leben sind, sondern dass auch die Fähigkeit, mit eigenen Gefühlen und denen anderer Menschen umzugehen, wesentlich sind. Nun hat Goleman mit Linda Lantieri ein weiteres Buch zum Thema veröffentlicht: „Emotionale Intelligenz für Kinder und Jugendliche“. Es geht in diesem Buch vor allem darum, innere Ruhe und Konzentration zu erlernen und zu üben, Stress und Schulsorgen sollte damit wirksam begegnet werden.

In den OÖN vom 25.2.2009 fand sich ein Interview mit der Autorin, aus dem ich einige Aussagen zusammenfasse: „Kinder können sehr früh (mit dem Erwerb sozialer Kompetenzen) beginnen, wenn Eltern ihnen eine sichere Basis bieten. Sie lernen, wie sie sich beruhigen können, wenn sie traurig sind, indem sie beobachten, wie Erwachsene mit ihrem Leid umgehen. Mit fünf Jahren können Kinder beginnen zu lernen, wie sie sich Auszeiten nehmen. In unserem Technik-Zeitalter sind die Kinder vielen Reizen ausgesetzt, die es zu managen gilt. Sie sind unter Druck in der Familie und in der Schule. Sie lernen aber nicht, wie sie mit dem Stress umgehen sollen. Von den Erwachsenen bekommen sie weder Aufmerksamkeit noch Hilfe, um diese Fähigkeiten zu erlernen. Je früher ein Kind emotionale Intelligenz entwickelt, umso eher kann es Depressionen, Gewalt und andere psychische Probleme verhindern. (Auch entwickeltn Kinder eine) verbesserte Konzentration und die Fähigkeit, besser zu lernen, steigendes Selbstbewusstsein, bessere Beziehungen, eine liebevollere Einstellung zu anderen, gute Konfliktbewältigung, und man trifft klügere Entscheidungen für sich und andere.
Zu Eltern und LehrerInnen, die als Vermittler von emotionaler Intelligenz fungieren: (…) sie (müssen) selbst diese Fähigkeiten besitzen, um gute Vorbilder sein zu können. Wenn sie das Buch „Emotionale Intelligenz“ als Anleitung verwenden, können sie ihren Kindern ganz konkrete Fähigkeiten beibringen“.