Anorexie – Magersucht

1. Definition
Anorexie (=Magersucht) ist eine Krankheit, bei der sich Menschen selbst zum Aushungern zwingen. Sie tritt üblicherweise bei jungen Frauen auf, bei denen es nach außen den Anschein hat, es sei alles in Ordnung. Es besteht eine intensive Angst der Betroffenen davor, dick zu werden obwohl sie zum Teil stark untergewichtig sind. Bei dieser Krankheit kommen oft starke Depressionen, ein geringes Selbstwertgefühl und Störungen der familiären Beziehungen zum Vorschein (vgl. Zimbardo 1992, S. 505).
2. Definition
Anorexie, auch Magersucht genannt, wurde erstmals 1874 von Sir William Gull erkannt. Er stellte fest, dass viele junge Frauen sich oftmals weigern zu essen und trotz ihrer Abmagerungserscheinungen oft über manische Energien verfügen. Sir William Gull erfasste sehr genau das Wesen jener Krankheit, die heute eine der häufigsten ist. Susie Orbach entwickelte etwas später eine Theorie. Diese besagt, dass Anorexie bei Mädchen eine Reaktion auf deren Rolle als Sexobjekt in einer patriarchalischen Gesellschaft sei (vgl. Cohen, 1995 S. 29).
3. Definition
Die Magersucht (Anorexie) kommt sehr häufig bei jungen Mädchen in der Pubertät vor und tritt fast immer mit Begleiterscheinungen wie Verstopfung und Menstruationsstörungen auf. Die betroffenen Personen empfinden ihre private und berufliche Situation sehr häufig als ausweglos. Die Nicht-Beachtung dieser Essstörung kann zu schweren körperlichen Schädigungen führen (vgl. Michel & Novak, 1991 S. 97).
4. Definition
Die Hauptform der Anorexie (Magersucht) ist die Anorexia nervosa, auch Pubertätsmagersucht genannt. Diese Essstörung ist gekennzeichnet durch eine Ablehnung der Nahrungszufuhr oder auch durch absichtliches Erbrechen. Sehr häufig ist diese Erkrankung bei intelligenten, ehrgeizigen, jungen Frauen vorzufinden und wird oftmals als Reifungskrise bezeichnet. Die Betroffenen wollen meist kindliche Körperformen bewahren und nehmen sehr häufig einen lebensgefährlichen Gewichtsverlust in Kauf (vgl. ohne Autor, 1996, S. 29).
5. Definition
Unter Anorexie (Magersucht) versteht man Betroffene, die die Nahrungsaufnahme verweigern und mit Gewalt versuchen ihr Körpergewicht zu verringern. Diese Essstörung tritt meist bei jungen Menschen am Beginn der Pubertät auf. Bei einem Teil der Erkrankten verschwindet diese Störung ohne jegliche Behandlung wieder. Bei einem weiteren Teil der Betroffenen kann eine Psychotherapie helfen. Ungefähr ein Drittel dieser Menschen bleibt magersüchtig und einige Menschen sterben auch in Folge dieser Essstörung (vgl. ohne Autor, 1995, S. 108).

Literatur
Cohen, D. (1995). Lexikon der Psychologie. München: Wilhelm Heyne Verlag.
Michel, C. & Novak, F. (1991). Kleines Psychologisches Wörterbuch. Freiburg: Herder.
Ohne Autor, (1995). In Lexikon-Institut Bertelsmann (Hrsg.), Lexikon der Psychologie (S. 108). Gütersloh: Bertelsmann Lexikon Verlag.
Ohne Autor, (1996). In Meyers Lexikonredaktion (Hrsg.), Schüler Duden. Die Psychologie (S. 29). Mannheim: Dudenverlag.
Zimbardo, P. G. (1992). Psychologie. Berlin: Springer Verlag.