Normale Vergesslichkeit gegenüber krankhafter Vergesslichkeit

Es gibt einige wesentliche Unterschiede zwischen einer normalen Vergesslichkeit und pathologischen Gedächtnisstörungen gibt, wie sie bei Frühformen von Demenz auftreten. So ist der Nutzen von Merkhilfen, etwa dem Zettel, auf dem man sich Dinge notiert, an die man unbedingt denken muss, bei Demenz-Frühformen zunehmend nicht mehr hilfreich, denn die Betroffenen schreiben etwas auf, aber sie wissen nicht mehr, welche Bedeutung es hat und in welchem Kontext sie etwas aufgeschrieben haben. Deutliche Unterschiede gibt es auch beim Verlegen von Dingen, denn bei pathologischen Gedächtnisstörungen legen Betroffene Gegenstände oft an Orte, wo sie überhaupt nicht hingehören und vergessen das dann, denn so landet etwa der Schlüsselbund im Kühlschrank oder das Mobiltelefon im Wäscheschrank. Auch ist für das normale Vergessen typisch, dass die vergessenen Inhalte über kurz oder lang wieder im Gedächtnis auftauchen, während sie bei Alzheimer und anderen Formen der Demenz für immer verschwunden bleiben. Daneben gibt es auch nicht so pathologische Ursachen für eine erhöhte Vergesslichkeit, wie etwa eine Depression, wobei durch eine Depression verursachte Gedächtnisstörungen nach außen hin identisch mit den Anfangssymptomen einer Demenz sind. Weitere normale Ursachen für Vergesslichkeit können auch leichte kognitive Defizite sein, wie sie etwa durch Medikamente verursacht werden, wobei sich diese in der Regel zurückbilden, sobald man diese Mittel wieder absetzt. Im Übrigen ist Stress ist der größte Risikofaktor für Vergesslichkeit, denn wer andauernd zuviele Eindrücke aufnehmen und speichern muss, ist anfälliger dafür, einiges davon zu vergessen.

Literatur

https://www.merkur.de/leben/gesundheit/demenz-was-normales-und-krankhaftes-vergessen-unterscheidet-zr-90848998.html (21-08-04)


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