Natürliche Einschlafhilfen bei Schlafstörungen

In der Pflanzenheilkunde werden einige natürliche Beruhigungsmittel bzw. natürliche Schlafmittel genannt, die eine gute Unterstützung sein können, einen tiefen und erholsamen Schlaf zu finden.  Manche Heilpflanzen sorgen vor allem für eine erholsame Einschlafphase und können daher als ein wichtiger Teil der Schlafvorbereitung eingesetzt werden.

  • Johanniskraut (Hypericum perforatum) hat gelbe Blüten, wobei sowohl die Blüten als auch die Blätter verwendet werden. Extrakte werden vor allem als Beruhigungsmittel und Antidepressiva eingesetzt, entweder in Tablettenform oder als Extrakt.
  • Safran (Crocus sativus) gilt neben der Trüffel nicht nur als das teuerste Gewürz der Welt, sondern ist auch eine Heilpflanze, die stimmungsaufhellend sowie antidepressiv wirkt. Crocin wird in der Aromatherapie für sedative Effekte eingesetzt. Safran gilt übrigens auch als natürliches Aphrodisiakum.
  • Bei Baldrian (Valeriana officinalis) haben die in der Baldrianwurzel und im Stängel enthaltenen Öle eine beruhigende Wirkung.
  • Kalifornischer Mohn (Eschscholzia californica), Goldmohn oder Schlafmützchen wurde bereits von den indigenen Völkern genutzt, um sich in einen zufriedenen und tiefenentspannten Zustand zu versetzen. Die Pflanze wird überwiegend als Tee konsumiert.
  • Hopfen (Humulus lupulus) hat sedative Wirkungen, wobei Hopfen häufig in Kombinationspräparaten mit Baldrian und Passionsblume eingesetzt wird.
  • Bei der Passionsblume (Passiflora incarnata) wirken Extrakte angstlösend und beruhigend, haben aber auch eine positive Wirkung bei Depressionen, denn sie sollen den Nervenbotenstoff GABA (Gamma-aminobutyric acid) positiv regulieren. Auch Passionsfrüchte wirken roh oder als Getränk beruhigend und entspannend.

Sport am Morgen hilft zu besserem Schlaf als Sport am Abend

In einer Studie bei LaufsportlerInnen wurde übrigens nachgewiesen, dass jene Sportler, die am Morgen trainieren, einen längeren und besseren Schlaf haben jene, die am Abend ihr Pensum üben. Das liegt daran, dass man sich nach einem intensiven Training zwar körperlich müde fühlt, doch Schlaf findet nicht im Körper sondern im Gehirn statt, und das schüttet Adrenalin aus, also ein Wachhormon, das den Kreislauf in Schwung hält.

Die Braindump-Methode

Michael Hyatt hat die Braindump-Methode entwickelt, die nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Kontext für Entlastung im Kopf sorgen kann. Dabei geht es darum, alles, was im Kopf herumschwirrt, aufzuschreiben und so herauszuholen. Wichtig ist es aber, das nicht etwa am Computer oder Mobiltelefon zu tun, wo E-Mail-, Social-Media- oder Messenger-Benachrichtigungen den Braindump-Prozess stören können, sondern mit Stift und Papier in einem ruhigen Raum. Dabei empfiehlt es sich, die Gedanken systematisch nach folgenden Kriterien zu Papier zu bringen:

1. Berufliche To-dos,
2. Persönliche To-dos,
3. Ärgernisse,
4. Sorgen und
5. Ideen.

Um sich wieder zu fokussieren genügt es dann oft schon, die Gedanken aufzuschreiben und den Braindump-Zettel danach einfach zu ignorieren. Nachdem das Gehirn von diesen Problemen entleert ist, sollte man es erst einmal zur Ruhe kommen lassen. Erst am nächsten Tag kann mandann daran gehen, die aufgeschriebenen Gedanken zu entwirren.

Literatur

Stangl, W. (2018). Behandlung Schlafstörungen. [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/SCHLAF/Schlaf-Stoerung-Behandlung.shtml (2018-11-08).
http://www.katzenminze24.de/6-heilpflanzen-schlafen/ (16-06-09))