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Konstrukt

1. Definition
Erscheinungen und Prozesse, die nur durch bestimmte Begleiterscheinungen erschlossen werden können und nicht direkt beobachtbar sind. Viele in der Psychologie verwendete Begriffe beziehen sich auf hypothetisches Konstrukt. Einige Beispiele. Angst, Motivation und Intelligenz (vgl. Brunner & Zeltner 1980, S. 120 f).
2. Definition
„Als hypothetisches Konstrukt wird ein angenommener, vermuteter Zustand oder Vorgang bezeichnet, der selbst nicht unmittelbar beobachtet werden kann, sondern hinsichtlich der Richtigkeit oder Falschheit der Annahme lediglich aus seinen Wirkungen und Folgen erschlossen werden kann“ (Köck & Ott 1994, S. 308).
3. Definition
[lat.], gedankliche Konstruktion, welche nicht direkt beobachtbare Phänomene beschreibt und erklärt. Wichtig in den Bereichen Psychologie und Linguistik; z.B. werden der ideale Sprecher, der Durchschnittsverbraucheraber aber auch ganze Phänomenbereiche (Persönlichkeit, Intelligenz usw.) als Konstrukt begrifflich gefasst (vgl. Leszczynski & Schumann 1995, S. 234).
4. Definition
„Arbeitshypothese oder gedankliche Hilfskonstruktion für die Beschreibung erschlossener Phänomene“ (Drosdowski, Scholze-Stubenrecht & Wermke 1997, S. 440).
5. Definition
Vorstellungen, die jemand von seiner Umwelt und sich selbst entwickelt, werden als persönliche Konstrukte bezeichnet. Wir nehmen Erfahrungen und Ereignisse vorweg und versuchen sie zu beeinflussen und ihre Auswirkungen zu kontrollieren. Auch Beziehungen, Landschaften oder Körperteile können persönliche Konstrukte sein (vgl. Tewes & Wildgrube 1992, S. 188 f).

Verwendete Literatur
Brunner, R. & Zeltner, W. (1980). Lexikon zur Pädagogischen Psychologie und Schulpädagogik. Entwicklungspsychologie, Lehr- und Lernpsychologie, Unterrichtspsychologie, Erziehungspsychologie, Methoden der Pädagogischen Psychologie, Methodik, Didaktik, Curriculumtheorie. München, Basel: Verlag Ernst Reinhart.
Drosdowski, G., Scholze-Stubenrecht, W. & Wermke, M. (1997). Duden Fremdwörterbuch. Mannheim, Wien, Zürich: Dudenverlag.
Köck, P. & Ott, H. (1994). Wörterbuch für Erziehung und Unterricht. Donauwörth: Verlag Ludwig Auer.
Leszczynski, C. & Schumann, W. (1995). Lexikon der Psychologie. Gütersloh: Bertelsmann Lexikon Verlag.
Tewes, U. & Wildgrube, K. (1992). Psychologie-Lexikon. München, Wien: R. Oldenbourg Verlag.


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