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Kann Musik den Arbeitsalltag von Menschen beflügeln?

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    Jeder kennt diese zähen Momente im Arbeitsalltag: Die To-do-Liste ist lang, doch der Blick starrt wie gebannt auf den leeren Monitor, während jede noch so kleine Ablenkung willkommen scheint. In solchen Phasen der mentalen Blockade greifen viele instinktiv zu Kopfhörern, in der Hoffnung, dass die richtige Playlist den Knoten löst. Dass dies kein bloßes Bauchgefühl ist, belegt eine Studie , in der in einem Experiment mit rund 200 Probanden untersucht wurde, wie verschiedene akustische Reize – von gewöhnlicher Popmusik über Bürolärm bis hin zu speziellen „Work Flow“-Kompositionen – die Leistungsfähigkeit beeinflussen. Es zeigte sich, dass vor allem instrumentale Klänge mit gleichmäßigem Rhythmus und ohne störende Frequenzspitzen den Teilnehmern und Teilnehmerinnen dabei halfen, Aufgaben deutlich schneller zu bewältigen.

    Interessanterweise fungiert Musik dabei weniger als direkter „Intelligenz-Booster“, der Menschen fehlerfreier arbeiten lässt, sondern vielmehr als Katalysator für deren emotionale Verfassung. Während Songtexte das Sprachzentrum im Gehirn beanspruchen und somit wertvolle kognitive Ressourcen für die eigentliche Arbeit abziehen können, erzeugen rein instrumentale Beats oder Ambient-Sounds eine Art akustischen Schutzraum. Diese Klänge fördern die Ausschüttung von Dopamin, was die Stimmung hebt und die Frustrationsgrenze bei monotonen Tätigkeiten nach oben verschiebt. Man wird also nicht zwangsläufig präziser, aber die mentale Ausdauer nimmt spürbar zu. Musik wirkt hier wie ein sanfter Motor, der Menschen im sprichwörtlichen „Flow“ hält, indem er störende Hintergrundgeräusche maskiert und das Gehirn in einen Zustand angenehmer Wachsamkeit versetzt. Letztlich ist der richtige Sound also kein Wundermittel für komplexe Denksportaufgaben, aber ein entscheidender Verbündeter, um die tägliche Arbeit effizienter und mit deutlich besserer Laune zu meistern.

    Siehe dazu aber Stört Musik die Konzentration beim Lernen?


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