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Betrachtungen zum Lernen

Jedwedes Lernen und jede Art von Wissens- und Kenntniserwerb bringt zwangsläufig eine gewisse Mühsal oder vielleicht für den ein oder anderen auch „Quälerei“ mit sich. Einen „Königsweg“ wird es – zumindest grundsätzlich – nicht geben können. Lernen bedeutet immer auch und wesentlich einen Prozess der Auseinandersetzung. Und dieser kann durchaus (zumindest von Zeit zu Zeit, von Mensch zu Mensch) in Konflikt geraten mit dem natürlichen menscheneigenen „allzumenschlichen“ Hang zur Bequemlichkeit und Gewohnheit. Strapazen, Unannehmlichkeiten und Unbequemlichkeiten müssen vom Menschen, wenn er sich denn um „Erkenntnis“ bemüht, in Kauf genommen werden.
Einzige (zumindest denkbare) Alternative ist der Verzicht auf Wissen per se, ein Verbleiben im „paradiesischen“ Zustand der Unwissenheit, „Unschuld“ und Unmündigkeit – sozusagen also gar nicht erst den Apfel vom Baum der Erkenntnis zu pflücken. Ob das jedoch innerhalb eines gemeinsamen Überlebenszusammenhanges erstrebenswert ist, bleibt anzuzweifeln.


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