Wirtschaftspsychologie und Organisationserfolg

Zusätzlich zum Humankapital, zum Sozialkapital und intellektuellen Kapital wird die Bedeutung des psychologischen Kapitals für den nachhaltigen Erfolg des Einzelnen und des Unternehmens immer deutlicher. Studien belegen, dass das Konstrukt „Psychologisches Kapital“ eine Vielzahl positiver Beziehungen zu individuellen und organisatorischen Leistungsparametern zeigt. Das psychologischen Kapitals umfasst vier Dimensionen:

  • Selbstwirksamkeit, also die Fähigkeit, kognitive Ressourcen aktivieren zu können, um spezifische Ziele zu erreichen
  • Hoffnung, also der Wunsch nach Zielerreichung und Fähigkeit, eine zielführende Strategie zu entwickeln
  • Optimismus, also ein selbstwertdienlicher Attributionsstil , d.h., Erfolge werden auf interne, stabile und dauerhafte Ursachen zurückgeführt
  • Resilienz schließlich ist die Fähigkeit, sich nach Fehlschlägen schnell zu erholen.

Führungskräfte sollten noch stärker verstehen, dass Minderleistung meist mehrere Wurzeln hat, wobei die Motivation der MitarbeiterInnen im Vergleich zu diesen vier Kontextvariablen eine untergeordnete Bedeutung hat, und Aspekte des Führungsverhaltens wie Kommunikation, Beobachtung und Feedback  nicht unterschätzt werden sollten.

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Die Wissenschaftsjournalistin Christina Berndt erzählt mit vielen Beispielen, welch hilfreiches Rüstzeug manchen Menschen von Natur aus mitgegeben ist, und geht anhand der neuesten Forschungen der Frage nach, wie es dazu gekommen ist. Sie gibt aber auch ganz praktischen Rat und zeigt Wege auf, wie man sich künftig besser durch die großen und kleinen Krisen des Lebens manövrieren kann. Denn obwohl die Fundamente der psychischen Widerstandskraft schon in frühester Kindheit gelegt werden, so lassen sie sich doch auch später noch aushärten, falls man die richtigen Strategien kennt.