Suchtvorbeugung – Prävention

Suchtprävention zielt auf die Förderung von individuellen Schutzfaktoren ab, die der Ausübung von Risikoverhaltensweisen, z.B. aggressives Verhalten, Drogenkonsum, entgegenwirken, d.h. es sollen in einem institutionellen Kontext, wie z.B. Kindergarten, Grundschule und weiterführende Schule, Jugendfreizeitstätte, Fertigkeiten und Fähigkeiten erlernt werden, die den Kindern und Jugendlichen helfen, besser mit Problemen und Sorgen, Schwierigkeiten im Alltag, zwischenmenschlicher Kommunikation und den Entwicklungsaufgaben der Kindheits- und Jugendphase fertig zu werden. Man unterscheidet drei Stufen der Prävention:

  • Primärprävention: Dies ist eine frühzeitige, langfristige Erziehung zum richtigen Umgang mit Drogen. Hinzukommen muss hier noch eine allgemein präventive Erziehung mit dem Ziel, ein geeignetes Verhaltensrepertoire aufzubauen, um Drogenmissbrauch und allgemein abweichendes Verhalten besser zu verhüten.
  • Sekundärprävention: Diese richtet sich auf bereits latent oder auch manifest gefährdete Risikopersonen oder gruppen. Ziel ist hier die aktive Suche nach einzelnen Drogengefährdeten um ihnen eine Hilfe bei der Bewältigung ihrer Probleme anzubieten. Auch ist hier häufig eine Beratung und Hilfe für bestimmte Familien notwendig.
    Tertiärprävention: Diese richtet sich an Personen, die drogenabhängig sind, da eine rein medizinische Behandlung (Entgiftung) nicht ausreicht. Zielsetzung ist eine Stärkung des Selbstvertrauens und eine Ermutigung zur Rückkehr in familiäre und berufliche Aufgabenbereiche.

Quellen:
Bäuerle, Dietrich (1996).  Sucht- und Drogenprävention in der Schule. München.
Universität Bielefeld – SFB 227 – Evaluation von Gesundheitsförderung in der Schule – Infoseiten.
WWW: http://www.uni-bielefeld.de/SFB227/pieper/praevent.htm (02-05-26)