Reaktion auf Kritik

Nach einer Aussage von Bärbel Wardetzki sind Frauen öfter von Selbstzweifeln geplagt als Männer, d.h., sie nehmen sich Kritik mehr zu Herzen, während Männer viel seltener an sich und ihren Fähigkeiten zweifeln. Frauen leiden also eher unter Versagensängsten und stecken deshalb Kritik von anderen nicht so leicht weg, was ein Zeichen für ein instabiles Selbstwertgefühl und geringes Selbstbewusstsein von Frauen ist. Möglicherweise stammt dieses Verhalten aus der Vorzeit, weil sie auf den Schutz der Gruppe angewiesen waren und sich nicht so gut verteidigen konnte, etwa wenn die Männer auf der Jagd und sie mit den Kindern allein waren. Daher war hohe Achtsamkeit und emotionale Einfühlung in diesem Zusammenhang wichtig fürs Überleben. Neben diesem Erbteil spielt auch die biologischen Ausstattung mit weiblichen Hormonen eine Rolle, wozu auch gesellschaftliche Konventionen vor allem im Zusammenhang mit der Sozialisation von Männern und Frauen kommen. Frauen wurden Jahrtausende lang abgewertet und als weniger wichtig erklärt als Männer, d.h., sie durften nicht denken, lernen und etwas leisten, Männer hingegen haben eine ebenso lang währende Aufwertung erfahren. Sie reagieren daher auch mit unterschiedlichem aggressiven Verhalten: Frauen beißen um sich, werden ironisch oder gemein, um sich zu schützen, sind aber meist sehr angepasst und schlucken viel, nur um der Harmonie willen und um nicht erneut zurecht gewiesen zu werden.

Zu weiteren Differenzen siehe das Arbeitsblatt Geschlechtsunterschiede