Motivation zum Konsum von Medienangeboten

Motivation zum Konsum von Medienangeboten

Kognitive Bedürfnisse resultieren aus den Orientierungs- und Entscheidungsproblemen des Handelnden gegenüber seiner Umwelt und umfassen verschiedenste Subdimensionen wie unspezifische Neugier, Kontrolle der Umwelt, Lernen, Realitätsexplorierung, Wissenserweiterung und Handlungsanweisung, aber auch Selbsterfahrung.

Affektive Bedürfnisse unterliegen Probleme der individuumszentrierten Stimmungskontrolle wie Entspannung und Rekreation durch Unterhaltung, Ablenkung, Entlastung oder sogar Verdrängung von Umweltanforderungen, aber auch Spannungssuche und Excitement als Zeitvertreib.

Sozial-interaktive Bedürfnisse basieren auf dem Wunsch nach Geselligkeit und sozialem Kontakt mit und Anerkennung durch andere Menschen. Medien liefern dafür Anlässe und Themen für Gespräche, sie ermöglichen Identifikation mit Medienakteuren, wobei in der parasozialen Interaktion Medienakteure oft wie normale Menschen behandelt werden.

Integrativ-habituelle Bedürfnisse entstehen aus dem Wunsch nach Vertrauen, Geborgenheit und Sicherheit sowie Stabilität und Wertverstärkung bezüglich verschiedenster Referenzgruppen wie Familie, Gemeinde, Freunde, Vaterland etc. Medien ermöglichen dies über habituelle Nutzungsmuster und ritualisierte Inhaltsstrukturen.

Literatur
Bonfadelli, Heinz (o.J.). Medienwirkungsforschung I. Neue Perspektiven: Medienzuwendung als soziales Handeln.
WWW: http://www.mediaculture-online.de/