Lösungshilfen für Eltern mit Problemkindern

Angermaier (2003) zeigt in seinem Ratgeber „Lösungshilfen für Problemkinder“ konkrete Beispiele, wie Eltern auf Orientierungsbedürfnisse ihrer Kinder konsequent eingehen können. Bekanntlich wird für Kinder die Umwelt komplexer und irritierender, etwa im Umfeld der Sexualität gibt es für Kinder auf Grund der neuen Medien viele Reizwörter und Themen, die sie neugierig machen und mit einem enormen Bedürfnis nach Orientierung einhergehen. Während die schulische Aufklärung auf derartige Themen kaum eingeht und sich auf die Vermittlung ordentlicher biologischer Tatsachen beschränkt, sind es aber gerade diese Themen, die eine angemessene Information und Bewertung im Elternhaus verlangen. Das Orientierungsbedürfnis von Kindern und Jugendlichen hat mit der tiefsitzenden Notwendigkeit der Übernahme von Normen der eigenen Altersgruppe zu tun, aber gleichzeitig mit dem Bedürfnis nach Freiheit. Das individuelle Gewissen orientiert sich an den Gesetzen der Gruppe und fühlt sich dann frei, wenn es innerhalb dieser Grenzen handelt, wobei es gleichgültig ist, ob die Gesetze und moralischen Vorstellungen einer Gruppe richtig oder falsch sind. Daher wird es für Eltern argumentativ besonders schwierig, wenn ihre Vorgaben diesem Gruppenkodex widersprechen.

Themen in diesem Ratgeber für Eltern reichen von Schulschwierigkeiten und uneinige Eltern, von Ängste, Schlafstörungen, Einnässen, Scheidungsfolgen, Unfallfolgen, Vorbildwirkung der Eltern, Schlafwandeln, Aggressionen, Ausreißen, jugendliche Radikalität bis zur sexuellen Aufklärung, von Scheidungsfolgen über Mutlosigkeit bis zur Trauer bei Verlusten.

Siehe dazu auch die Elterntipps!