Körpersprache und Interpretationen

Manche Formen der Körpersprache haben eine typische Interpretation, die in manchen Fällen richtig sein kann, aber auf Grund einer spezifischen Sozialisation des Beobachteten auch falsch sein kann. Hier eine Liste von solchen „üblichen“ Interpretationen, die meist unbewusst vorgenommen werden und die Reaktion beeinflussen:

  • Die Füße um die Stuhlbeine winden – Unsicherheit, Halt suchen
  • Die Füße hinten nehmen – Ablehnung, Abneigung
  • Mit den Füßen gemächlich wippen – Arroganz, Sicherheit
  • Die Beine zur anderen Person abgewandt übereinander schlagen – Ablehnung, Unwillen (oder nur Unbequemlichkeit )
  • Den Oberkörper nach vorne legen – Engagement, Versuch zu unterbrechen
  • Den Oberkörper weit zurücklehnen – Desinteresse, Ablehnung
  • Die Schultern hochziehen – Angst, Nervosität, Verkrampfung
  • Die Arme beim Sprechen verschränken – Ablehnung, Verschlossenheit (Mann), Schutzbedürfnis (Frau)
  • Weite Armbewegungen machen – Sicherheit oder Südländer
  • Mit den Händen ein Spitzdach formen – Arroganz, Abwehr von Einwänden
  • Mit einem Stift spielen – Nervosität, Ungeduld
  • Das Kinn streicheln – Nachdenklichkeit, Zufriedenheit
  • Die Finger an den Mund halten – Verlegenheit, Unsicherheit
  • Während des Sprechens die Hand vor den Mund nehmen – Unsicherheit oder Mundgeruch
  • Nach dem Sprechen die Hand vor den Mund nehmen – Versuch, das Gesagte zurückzunehmen
  • Die Oberlippe hochziehen – Verachtung, Skepsis
  • Sich an die Nase greifen – Verlegenheit, Fehlereingeständnis
  • Einen Nasenflügel reiben – Nachdenklichkeit
  • Hastig die Brille abnehmen – Widerspruch, Angriff, Nervösität
  • Keinen oder kaum Blickkontakt halten – Verlegenheit, Nachdenklichkeit, Inkompetenz, Unehrlichkeit
  • Zu intensiver Blickkontakt – Dominanz, Aufdringlichkeit
  • Sich die Hände reiben – Selbstzufriedenheit
  • Mit den Fingern trommeln – Nervosität, Ungeduld
  • Fingerspitzenkuss – Anerkennung, Lob, Begrüßung

Siehe dazu im Detail: Nonverbale Kommunikation