Distanzzonen

Edward T. Hall hat den Begriff der sozialen Distanz für eine bestimmte räumliche Distanz zwischen miteinander kommunizierenden Menschen verwendet, wobei diese soziale Distanz jene interpersonelle Entfernung bildet, die bei der Kommunikation zwischen diesen im Durchschnitt eingehalten wird. Dabei lassen sich vier Distanzzonen unterscheiden:

  • 0 bis zu 40 cm die intime Distanz: In diesem Bereich kommuniziert man mit Menschen, die  im wahrsten Sinne des Wortes nahe stehen: Partner oder Partnerin, Verwandte und sehr enge Freunde.
  • 40 cm bis zu 1,5 m die persönliche Distanz: In dieser Zone befindet man sich im Gespräch mit KollegInnen, beim Smalltalk auf der Straße oder bei einer Party.
  • 1,5 m bis zu 4 m die gesellschaftliche Distanz: Dies ist der Raum für eher unpersönliche Angelegenheiten wie der  Kontakt  zu einem  Handwerker,  zur Putzfrau oder zum Briefträger.
  • Ab 4 m  die öffentliche Distanz: In dieser Distanzzone befindet man sich, wenn man sich in einem großen Raum zu einer Sitzung zusammenfindet und der Vorgesetzte die Tagesordnungspunkte anspricht oder wenn man dem Vortrag eines Redners zuhört.

Relevant für eine gute Alltagskommunikation ist die Wahrung der Grenze zur intimen Distanz, denn wenn ein Mensch die Grenze zu dieser Zone überschreitet, ohne dass er einem nahe steht, so löst dies Stress und unter Umständen sogar Aggression aus. Wenn man selber einem anderen Menschen zu nahe kommt, so wird man folgende Reaktionen feststellen können: Ausweichen des Blicks, Zurücklehnen des Oberkörpers, vor dem Oberkörper verschränkte Arme zum Schutz oder Objekte wie Tasche oder Aktenkoffer, die vom Gegenüber als Barriere aufgebaut werden. Wenn einem jemand zu nahe kommt und man diese nonverbalen Signale bei sich selbst wahrnimmt, dann sollte mane die Distanz zum Anderen bewusst ändern, wobei dieser kleine Schritt nach hinten das Gegenüber aber oft nicht davon abhält, wieder einen Schritt näher zu kommen, wobei dieser Gesprächspartner  offensichtlich  eine  geringere  intime  Distanzzone hat als man selber.

Siehe dazu Proxemik.

Quelle
http://www.coachacademy.de/cms3_cust/fckeditor_files/File/CA%20eBooklets%20Gratis/Rhetorik_Koerpersprache.pdf (14-11-21)