Die sechs Stufen der vollständigen Handlung in Arbeitsgruppen

  • Informieren: Die TeilnehmerInnen haben eine hinreichend komplexe Aufgabe gestellt bekommen. Um diese Aufgabe zu lösen, müssen sie sich zuerst die nötigen Informationen beschaffen. Diese Informationsbeschaffung wird möglichst selbstständig ausgeführt. Der Leitende steht aber als Berater bereit.
  • Planen: Beim Planen erstellen die TeilnehmerInnen möglichst selbstständig einen Arbeitsablauf. Teamarbeit und die Verwendung von Fachbegriffen werden eingeübt. Nicht nur der konkrete Ablauf der einzelnen Arbeitsschritte, sondern auch die benötigten Werkzeuge, Materialien, der Zeitbedarf und die Arbeitsverteilung innerhalb des Teams werden schriftlich festgehalten.
  • Entscheiden: Wenn die Planung abgeschlossen ist, führen die TeilnehmerInnen untereinander eine Entscheidung herbei und erörtern sie in einem Fachgespräch mit dem Leitenden. Offene Fragen werden geklärt. Anschließend wird der Arbeitsablauf überprüft und es wird entschieden, wie er letztlich umgesetzt wird.
  • Ausführen: Die TeilnehmerInnen führen die erforderlichen Arbeitsschritte, die in der Arbeitsplanung erarbeitet wurden, aus. Wichtig ist dabei die Zusammenarbeit im Team. Der Leitende hilft bei Bedarf.
  • Kontrolle: Hier findet möglichst selbstständig ein Soll-Ist-Vergleich statt. Diese Kontrolle kann als Selbstbewertung, als Bewertung innerhalb der eigenen Arbeitsgruppe oder auch in der gesamten Arbeitsgruppe stattfinden: Ist der Arbeitsauftrag sachgerecht und fachgerecht ausgeführt? Ist das Ziel erreicht?
  • Bewertung: Die Arbeitsgruppe soll das Arbeitsergebnis möglichst selbstständig bewerten. Sie sollen lernen, ihre eigenen Handlungen zu reflektieren. Sie müssen sich z. B. fragen: Was kann man in Zukunft besser machen? Die Bewertung sollte zusätzlich durch den Leitenden erfolgen. Diese muss aber ihre Kriterien vorher offenlegen und der Gruppe gegenüber begründen.