Wenn du es eilig hast, gehe langsam – 10 Tipps zum Stressabbau

Lothar Seiwert, ein anerkannter Fachmann im Bereich des Zeitmanagement, gibt in seinem Buch „Wenn du es eilig hast, gehe langsam“ einige leicht umsetzbare Tipps, dem chronischen Stress zu entgehen:

  • Bewegung: Auch wenn man sich schlapp fühlt: Bewegung hilft, negative Energien abzubauen; am besten regelmäßig und täglich. Ausdauersport wie Joggen, Schwimmen, Radfahren, Wandern, Langlaufen etc. sind gut geeignet. Wichtig: Sport darf nicht zu zusätzlichem Stress und Leistungsdruck werden. Auch ein Spaziergang in der Mittagspause hilft, den Kopf frei zu bekommen, gelassener zu werden.
  • Natur: Sooft wie möglich in die Natur. Frische Luft und Stille sind ein Wundermittel gegen Stress. Lassen Sie die Sorgen vom Wind wegtragen und inhalieren Sie bewusst die Energie der Sonne und die Farben/Geräusche der Natur! Bekanntlich können sich Menschen in der Natur besonders gut entspannen, da die Natur sie auf vielerlei Weise durch mentale Effekte wie die frische Luft, die körperliche Bewegung, das viele Grün und die Geräuschkulisse beeinflusst. Offenbar hat ein natürlich-biologisches Umfeld einen besonderen Effekt auf das menschliche Gehirn, indem es entspannt, Stress abbaut und so die Grundlage für Wohlbefinden und gute Ideen legt. Die Wirkung von Vogelgezwitscher oder Meeresrauschen ist auch im Gehirn messbar, denn als man Probanden verschiedene Geräuschkulissen vorspielte, änderte sich das Default-Netzwerk, das immer dann aktiv ist, wenn man sich entspannen und mit den Gedanken umherwandern. Auch bei Aufmerksamkeitstests schnitten die Probanden besser ab als unter Einfluss künstlicher Geräusche. Naturgeräusche aktivieren offenbar das Gehirn, sodass man seinen Gedanken freien Lauf lassen kann, aufmerksamer ist und gleichzeitig Stress abbaut.
  • Reden: Reden Sie sich den Stress, Ärger und Frust von der Seele, das befreit und klärt. Man kann seine Last auch einem imaginären Gegenüber, Hund oder Katz’ erzählen.
  • Lachen: Lachen ist ein Wundermittel gegen Stress; dabei werden Glückshormone freigesetzt und die Stresshormonproduktion gebremst. Der Gasaustausch in der Lunge vervierfacht sich. Eine Minute lächeln hebt die Stimmung. Auch Zärtlichkeit und Massagen entstressen.
  • Abschalten: Den Geist beruhigen. Das Gehirn nicht immer mit neuen Informationen und Bildern überfluten. Sich eine Ruhezone einrichten: bequemer Sessel, Hängematte.
  • Pausen im Alltag: Nach zwei Stunden Arbeit braucht man eine 20-minütige Pause. Das spielt’s nicht immer. Wenigstens aufstehen, ein paar Schritte gehen und Lockerungsübungen machen.
  • Essen: Stress entzieht dem Körper Vitamine und Mineralstoffe. Zu frischem Obst, Vollkornprodukten und Gemüse greifen. Sich Zeit beim Essen nehmen und alle zwei, drei Stunden Joghurt, Banane etc. essen.
  • Wasser: Täglich mindestens zwei Liter Wasser trinken. Tipp: Ein Glas Wasser so schnell wie möglich trinken. Durch das Schlucken wird der Parasympathikus, der Entspannungsnerv angeregt, und die Anspannung lässt nach.
  • Vollbad: Idealer Ausklang eines Stresstages: Vollbad bei Kerzenlicht und Musik mit duftenden Badezusätzen.
  • Atmen: Bei Stress atmet man zu hastig und flach, der Körper bekommt zu wenig Sauerstoff. Tief ein- und ausatmen (15 Sekunden lang): Bewusstes langes Ausatmen entspannt, weil es den Kalziumspiegel ansteigen lässt.

Weitere Quellen

http://www.geo.de/magazine/geo-magazin/16810-rtkl-hirnforschung-darum-wirken-naturgeraeusche-so-entspannend (17-07-25)