Wahrnehmungspsychologie

Schauen ist nicht gleich Sehen

Die Tübinger Wissenschaftlerin Li Zhaoping, Leiterin der Abteilung für Sensorik und Sensomotorik am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik und Professorin an der Universität Tübingen, beschreibt in einer 2020 veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeit mit dem Titel „The Flip Tilt Illusion“, dass sich das Gehirn von Menschen im peripheren Blick so täuschen kann, dass ein senkrechter Balken fälschlicherweise waagrecht erscheint. In einer Aussendung der Universität Tübingen heißt es dazu: Um unser Gehirn täuschen zu können, müssen wir wissen, welche rechnerischen oder… Weiterlesen »Schauen ist nicht gleich Sehen

Bild vs Wort

Eine grundsätzliche Kritik an der Vorherrschaft von Schrift und Sprache stammt von Otto Neurath, der als Initiator und Vordenker für eine bildpädagogische Wende steht, als er gemeinsam mit dem Künstler Gerd Arntz die „Wiener Methode der Bildstatistik“ – Isotypie – entwickelte. Mit Hilfe piktogrammatischer Zeichen galt ihr Versuch, statistisches Wissen in allgemein verständliche Lehrbilder zu übersetzen. Dieser visuelle Transformationsprozess hatte zum Ziel, andernfalls schwer verständliche Inhalte für die Arbeiterschaft und andere benachteiligte Gesellschaftsgruppen aufzubereiten und damit zugänglich… Weiterlesen »Bild vs Wort

Eine besondere Schriftform soll das Lernen und Behalten fördern

Die RMIT Universität für Design, das Verhaltenslabor in Melbourne, Australien, und die Kreativ-Agentur Naked haben die Schrift „Sans Forgetica“ entwickelt,  damit sich SchülerInnen und StudentInnen ihre digitalen Notizen besser merken können. Diese Schriftart wurde mit Absicht so gestaltet, dass sie schwierig zu lesen ist, und arbeitet mit der Lernmethode der wünschenswerten Erschwernisse. Bei diesem Prinzip wird ein kleines Hindernis in den Lernprozess eingefügt, um eine tiefere kognitive Verarbeitung zu bewirken, sodass man sich dadurch diese Inhalte besser… Weiterlesen »Eine besondere Schriftform soll das Lernen und Behalten fördern

Altersbedingte Veränderungen in den Sinnesorganen

Durch die Sinnesorgane werden Informationen über die Umwelt aufgenommen und bilden somit die Grundlage menschlichen Handelns. So hängt etwa die Reaktionsgeschwindigkeit oder die Ausführung einer Tätigkeit entscheidend von der Qualtität dieser Informationen ab. Im allgemeinen lassen alle Sinnesorgane im Alter in ihrer Leistung nach, wobei in den meisten Fällen die Schwäche eines Sinnesorganes nicht durch die gesteigerte Funktion eines anderen kompensiert werden, wie dies etwa Blinde durch ihr Gehör und ihren Tastsinn vermögen. Während einzelne sensorische Einschränkungen… Weiterlesen »Altersbedingte Veränderungen in den Sinnesorganen