Pädagogische Psychologie

Die Pädagogische Psychologie ist ein Teilgebiet der Psychologie, das sich mit der Beschreibung und Erklärung der psychologischen Komponenten von Erziehungs-, Unterrichts- und Sozialisationsprozessen, einschließlich ihrer Formen und Situationen, befasst.

Verändert die Geburt eines Kindes langfristig die Persönlichkeit der Eltern?

In Übereinstimmung mit dem Prinzip der sozialen Investition sollte die Elternschaft zu einem reiferen Verhalten und einer Zunahme von Gewissenhaftigkeit, Verträglichkeit und emotionaler Stabilität bei den Eltern führen, doch haben frühere Untersuchungen auch Ergebnisse geliefert, die diese Annahme nicht unterstützen. Asselmann & Specht (2020) haben anhand der Daten einer national repräsentativen Haushaltspanelstudie aus Deutschland untersucht, ob Elternschaft in irgendeiner Form mit der Persönlichkeitsreifung zusammenhängt. In diesen Daten wurde jährlich erfasst, ob ein Kind geboren wurde, die Persönlichkeitsmerkmale… Weiterlesen »Verändert die Geburt eines Kindes langfristig die Persönlichkeit der Eltern?

Was sind eigentlich Neue Medien?

Der Begriff Neue Medien wird vielfach verwendet, um die Abgrenzung zu tradierten Medien zu betonen. doch hat der Begriff der Neuen Medien eine gewisse Unschärfe und unterliegt einem fortlaufenden Bedeutungswandel. Der Begriff der digitalen Medien beruht zumindest auf einem einheitlichen Format der Datenspeicherung und des Datenaustauschs , doch ist die Unterscheidung zwischen alten und neuen Medien längst überholt, da eine über dreißig Jahre alte Technologie wie etwa das Internet nicht mehr als neu bezeichnet werden kann. Daher… Weiterlesen »Was sind eigentlich Neue Medien?

Wohlbefinden in der Schule

Im diesem Artikel geht es um das Wohlbefinden in der Schule. Aus welchen Faktoren sich dieses Wohlbefinden zusammensetzt, wie es erreicht werden kann und wie wichtig es für den schulischen Erfolg ist.

PISA 2009 – Nationale Zusatzanalysen für Österreich

Ferdinand Eder versammelt in diesem Band nationale Zusatzanalysen zu PISA 2009, die aus einer Forschungsinitiative des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur zu einer intensiveren Nutzung der PISA-Daten resultieren. Das inhaltliche Spektrum der Analysen umfasst die gesellschaftlichen und schulischen Rahmenbedingungen der Lesekompetenz, individuelle, soziale und regionale Kontexte der PISA-Leistungen, Analysen zur Schulqualität sowie methodische Detailanalysen, in denen die Schwierigkeiten von Trendanalysen, aber auch Stichproben-, Gewichtungs- und Skalierungsprobleme der PISA-Daten thematisiert werden. Deutschunterricht, Leseverhalten der Jugendlichen, Geschlechterdifferenzen,… Weiterlesen »PISA 2009 – Nationale Zusatzanalysen für Österreich

Familie und Lesekompetenz

Nach McElvany, Becker und Lüdtke (2009, S. 121) wirkt sich die familiäre Lesesozialisation auf Bildungserfolg und Lesekompetenz aus. Aus einem Wirkmodell wurden familiäre Strukturmerkmale, lesebezogene familiäre Prozessmerkmale und individuelle Merkmale ermittelt aus welchen die Lesekompetenz vorhergesagt werden kann. Die angenommenen Strukturen wurden empirisch anhand von Daten aus der Befragung von 772 GrundschülerInnen für den Zeitraum vom Ende der dritten bis Ende der sechsten Klasse überprüft

Märchen im Unterricht

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Altersgruppe können Märchen im Unterricht vielfältige Funktionen haben: angefangen von einer Rezeption als bloße phantastische oder kunstvolle Erzählung bis hin zu einer historischen (ursprünglich orale Tradition) oder sprachlichen, literarischen Analyse liefern Märchen archetypische Muster von Welten und Gegenwelten, die sich in oft unbewussten und unklaren Gefühlen (z.B. Angst, Aggression, Trauer) von Kindern wiederfinden. Vor allem bedrohliche und konfliktreiche aktuelle Situationen lassen sich mit Hilfe von Märchen exemplarisch und stellvertretend aufarbeiten. Märchen liefern auch… Weiterlesen »Märchen im Unterricht

The reversed classroom

Bei dieser Methode der Wissensaneignung findet der Unterricht  zu Hause oder unterwegs statt, und nicht im Klassenzimmer, denn die SchülerInnen nutzen multimediale Unterlagen, die von den Unterrichtenden zur Verfügung gestellt werden und holen sich gewissermaßen die Unterrichtsstunde nach Hause. Die Schulstunden werden dann dazu genutzt, gezielt auf Fragen einzugehen, Probleme zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu finden. Diese neue Art der Wissensvermittlung soll die Eigenverantwortung der SchülerInnen bei der Arbeit mit virtuellen Übungsprogrammen, Lernpfaden, offenem Lernen, Aufgaben… Weiterlesen »The reversed classroom

Pädagogische Professionalität: quer denken – umdenken – neu denken

In diesem Buch werden Konzepte professionellen pädagogischen Handelns vorgestellt, die den Stand der Debatte zur Professionalität aufgreifen und versuchen, die aktuell diskutierten Positionen quer und neu zu denken. Die Autorinnen und Autoren nehmen pädagogische Kompetenzen von Lehrerinnen und Lehrern in den Blick und durchleuchten diese auf ihre strukturellen Prägungen und systemischen Muster. Sie führen Domänen von Professionalität als Kompetenzfelder ein, in denen Professionalität nicht nur als individuelles Wissen und Können Einzelner erfasst wird, sondern im Zusammenspiel von… Weiterlesen »Pädagogische Professionalität: quer denken – umdenken – neu denken

Evaluation von Bildungsprogrammen

Donald L. Kirkpatrick hat ein System zur Evaluation der Effektivität von Trainings- und Bildungsprogrammen entwickelt, das vier Arten von Informationen bewertet: die Reaktionen der Teilnehmer, ihren Lernerfolg, Änderungen in ihrem Verhalten und die Endergebnisse für das Unternehmen. Dieses Evaluationssystem enthält Richtlinien, Musterfragebögen, Grafiken und Schemata sowie Fallstudien von Unternehmen, die dieses System einsetzen, wobei die verwendeten Operationalisierungen und Erhebungsinstrumente geeignet sind, auf allen Ebenen Effekte zu erheben und in deren Ausprägung zu bewerten. Die Vorteile dieses Modells… Weiterlesen »Evaluation von Bildungsprogrammen

Prozessverlauf von Aggressionen bei Kindern und Jugendlichen

Stufe 1: Wahrnehmung Auf dieser Stufe wird entschieden, ob ein Ereignis oder ein Reiz als bedrohlich gilt oder nicht. Dabei unterscheiden sich Kinder z.B. in ihren Wahrnehmungsgewohnheiten. So erleben aggressive Kinder eine bestimmte Situation als sehr viel bedrohlicher als nicht aggressive Kinder. Es erfolgt hier also die Entscheidung: „bedrohlich oder unbedrohlich“. Stufe 2: Handlungsauswahl Nachdem ein Ereignis als bedrohlich wahrgenommen wurde, wird jetzt auf dieser Stufe entschieden, wie man darauf reagieren will (=Handlungsimpuls). So kann man auf… Weiterlesen »Prozessverlauf von Aggressionen bei Kindern und Jugendlichen