Erziehung

Als Erziehung bezeichnet man in der Wissenschaft alle bewussten und gezielten (intentionalen) Handlungen und Verhaltensweisen eines relativ erfahreneren Menschen (Erzieher, Educans), die einen jeweils weniger Erfahrenen (Zögling, Educandus) zur selbständigen Lebensführung befähigen sollen.

Wirkt sich Gewalt in der Erziehung auf die Gehirne von Kindern aus?

Widrige Umstände in der Kindheit und Angst werden schon lange mit einem erhöhten Risiko für psychische Störungen im späteren Leben und auch mit einer Reihe von strukturellen Anomalien des Gehirns in Verbindung gebracht. Nach einer neueren Studie von Suffren et al. (2021) führen dabei wiederholte Schläge, Wutausbrüche oder ständiges Anschreien dazu, dass bestimmte Gehirnregionen nachweislich kleiner bleiben, wobei davon besonders Bereiche betroffen sind, die mit der Verarbeitung von Gefühlen zu tun haben. Ausgangspunkt der Untersuchung war die… Weiterlesen »Wirkt sich Gewalt in der Erziehung auf die Gehirne von Kindern aus?

Glaubenssätze und ihre Auswirkungen auf die spätere Entwicklung

In der Kindheit werden wir nicht nur von Erlebnissen und Erfahrungen geprägt, sondern vor allem von den Meinungen und Zuschreibungen wichtiger Bezugspersonen, also von Eltern, Geschwistern und Freunden. Prägungen aus der Kindheit werden unter anderem auch in Glaubenssätzen gespeichert, die das spätere Denken und Handeln beeinflussen. Hört etwa ein Kind immer wieder, das ist fantasievoll oder faul sei, wird sich das bei entsprechender Wiederholung einprägen. Solche Annahmen über uns selbst müssen daher nicht zutreffen, denn sie spiegeln… Weiterlesen »Glaubenssätze und ihre Auswirkungen auf die spätere Entwicklung

Viele Zwangsneurosen werden in der analen Phase grundgelegt

Geiz ist ja eines der verlässlichsten Anzeichen tiefen Unglücklichseins. Franz Kafka Viele Zwangsneurosen haben ihren Ursprung in der analen Phase, wobei Störungen in der analen Phase zu gestörten Beziehungen in Form von Geiz oder Verschwendungssucht, chaotischem Verhalten oder übertriebener Ordnungsliebe führen können. Es gibt in der Psychoanalyse den analen Charakter, also einen Menschen, der überkontrolliert ist, zu fixen Ideen neigt, sich wenig anpassen kann und immer recht haben muss. Freud ist der Ansicht, dass das Kind ab… Weiterlesen »Viele Zwangsneurosen werden in der analen Phase grundgelegt

Lösungshilfen für Eltern mit Problemkindern

Angermaier (2003) zeigt in seinem Ratgeber „Lösungshilfen für Problemkinder“ konkrete Beispiele, wie Eltern auf Orientierungsbedürfnisse ihrer Kinder konsequent eingehen können. Bekanntlich wird für Kinder die Umwelt komplexer und irritierender, etwa im Umfeld der Sexualität gibt es für Kinder auf Grund der neuen Medien viele Reizwörter und Themen, die sie neugierig machen und mit einem enormen Bedürfnis nach Orientierung einhergehen. Während die schulische Aufklärung auf derartige Themen kaum eingeht und sich auf die Vermittlung ordentlicher biologischer Tatsachen beschränkt,… Weiterlesen »Lösungshilfen für Eltern mit Problemkindern

Internetsucht bei Kindern und Jugendlichen

Dem Autor der Arbeitsblätter wurden für einen Zeitschriftenbeitrag einige Fragen zum Thema Internetsucht bei Kindern und Jugendlichen gestellt, die ergänzend zu den eigenen Webseiten zur Thematik hier wiedergegeben werden sollen, da sie einige zentrale Fragen von Eltern betreffen. Welche Anzeichen sollten Eltern aufmerksam werden lassen, wenn es um den Internetkonsum des Kindes/Teenagers geht? Eine absolute Grenze zwischen gesundem und ungesundem Internetkonsum lässt sich schwer ziehen, doch geht man davon aus, dass zwei Stunden pro Tag guter Durchschnitt… Weiterlesen »Internetsucht bei Kindern und Jugendlichen

Wieviel Mutter braucht ein Kind?

Die Psychologin Una Röhr-Sendlmeier,  Professorin für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn,  hat in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in einer Überblicksstudie „Wieviel Mutter braucht das Kind?“ betont, dass das Kind sichere Bezugspersonen braucht, das vor allem in den ersten Lebensmonaten naturgemäß die Mutter und das nähere Umfeld sind. Allerdings bis zur Einschulung muss es nicht mehr ausschließlich die Mutter sein, sondern das Kind braucht mindestens eine Person, die sehr sensibel auf seine Bedürfnisse eingeht,… Weiterlesen »Wieviel Mutter braucht ein Kind?

Wohlbefinden in der Schule

Im diesem Artikel geht es um das Wohlbefinden in der Schule. Aus welchen Faktoren sich dieses Wohlbefinden zusammensetzt, wie es erreicht werden kann und wie wichtig es für den schulischen Erfolg ist.

Präventive und begleitende Maßnahmen bei Scheidung und Trennung

Im Sinne eines präventiven Engagements ist es bei Scheidungen und Trennungen unerlässlich, etwas präventiv für das Kind, dessen Familie und günstige Bedingungen in deren Umfeld zu unternehmen, bevor Risiken kumulieren und eine Schädigung eingetreten ist. Wenn sich Eltern trennen, muss sich eine Familie grundsätzlich neu organisieren, wobei es in dieser Situation für die Eltern selber besonders anspruchsvoll ist, als in den Prozess der Trennung Involvierte die Bedürfnisse des Kindes richtig zu erkennen und seine Äusserungen auch richtig… Weiterlesen »Präventive und begleitende Maßnahmen bei Scheidung und Trennung

Trinkkultur ohne Rituale: Krankheitskonzept vs Lasterkonzept

Suchtexperten bedauern, dass es in unseren Breiten keine Trinkkultur gibt, denn die Gesellschaft toleriert es, wenn junge Menschen auf der Straße oder in öffentlichen Verkehrsmitteln trinken, die Gesellschaft toleriert es, wenn jemand schon am frühen Morgen betrunken ist. Es gibt etwa in Österreich Bevölkerungsgruppen, die Bier und Most nicht zu den alkoholischen Getränken zählen. Zwar ist nahezu unbestritten, dass geringe Mengen Alkohol der körperlichen Gesundheit und dem seelischen Wohlbefinden durchaus zuträglich sind, doch sind die vorherrschenden Meinungen… Weiterlesen »Trinkkultur ohne Rituale: Krankheitskonzept vs Lasterkonzept

Bindung und Loslassen

Übe dein Ohr im Überhören. Emanuel Wertheimer Menschliche Urängste und der mächtige Wunsch nach Bindung spielen eine bedeutsame Rolle beim Loslassen. Das Bedürfnis nach Sicherheit ist biologisch verankert, sodass Unsicherheit Unbehagen und Angst aus löst, wobei Angst das Bindungssystem aktiviert. Wenn Menschen etwas oder jemanden loslassen müssen, sich verändern, brauchen sie erst recht das Gefühl, verbunden zu sein. Wie leicht oder schwer Menschen loslassen können, hängt mit früheren Trennungserfahrungen zusammen, wobei die Basis für diese Fähigkeit die… Weiterlesen »Bindung und Loslassen