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Angewandte Psychologie

Angewandte Psychologie ist ein Sammelbegriff von breiter Bedeutungsskala für die früher Psychotechnik genannten Teilgebiete der Psychologie, die die Erkenntnisse der allgemeinen oder theoretischen Psychologie (einschließlich Grundlagenforschung) für die verschiedenen Bereiche des wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens nutzbar machen.

Weniger intrinsische Motivation bei Hochschulabgängern

Wottawa et al. (2011) fanden in einer vergleichenden Untersuchung an mehr als 20.000 Studienabgängern aus den Jahren 2003 und 2010, dass der Anteil potenzieller Führungskräfte bei jungen Hochschulabsolventen während der letzten Jahre deutlich zurückgegangen ist und auch Stressresistenz und Selbstmanagement haben abgenommen: Die Bedeutung von ´Macht´ nahm über die Jahre hinweg stark ab, während sich tendenziell höhere Werte bei der Bedeutung von Familie, Image und Hobbies fanden, nur Geld, Ethik, ´Spaß bei der Arbeit´ und der Aspekt ´viel Zeit… Weiterlesen »Weniger intrinsische Motivation bei Hochschulabgängern

Fördern kooperative Computerspiele die Kooperationsfähigkeit?

Das gewalthaltige Videospiele aggressives Verhalten fördern gilt nach derzeitigem Kenntnisstand in der wissenschaftlichen Psychologie als gesichert, jedoch gibt es nur wenige Untersuchungen zu den Auswirkungen von kooperativen Spielen, also von Spielen, die man gemeinsam mit anderen menschlichen SpielpartnerInnen spielt und bei denen man ein gemeinsames Ziel verfolgt. Bei solchen Spielen hängt der Spielerfolg eines/einer SpielerIn vom Spielerfolg eines/einer anderen SpielerIn ab und umgekehrt. Man vermutet, dass analog zu den Wirkungen gewalthaltiger Spiele sich solche Spiele positiv auf… Weiterlesen »Fördern kooperative Computerspiele die Kooperationsfähigkeit?

Biographische Diagnostik

Biographische Daten erlauben in besonderer Weise einen Einblick in den Sozialisationsprozess eines Menschen, und sind durch die spezifische Kombination von Ereignissen in hohem Maße unverwechselbar und machen einen großen Teil der Individualität eines Menschen aus. Die Entwicklung eines Menschen zu diagnostizieren, geschieht in der Psychologie einerseits auf dem Weg, Messungen durchzuführen, was aber in der Regel einen linear verlaufenden Veränderungsprozess voraussetzt. Inhaltliche und strukturelle Entwicklungen sind demgegenüber nicht oder nur schwer messbar, d.h., sie müssen qualitativ-intuitiv erfasst… Weiterlesen »Biographische Diagnostik

Das Erkennen der Gefühle anderer

Grundsätzlich gilt, dass kaum ein Mensch seine Gefühle offen vor sich herträgt, vielmehr gibt es die Tendenz, diese zu verbergen oder man überspielt etwa seine schlechte Laune, um ein Fest nicht zu verderben, oder gibt trotz Ängstlichkeit den Anschein, ruhig und gelassen zu sein. Häufig entspringt das Verbergen seiner Gefühle oder gar die Verstellung dem Wunsch, sich sozial akzeptabel zu verhalten oder einer Rollenerwartung zu entsprechen, im Beruf etwa den Eindruck des immer stabilen, verlässlichen Mitarbeiters zu… Weiterlesen »Das Erkennen der Gefühle anderer

Umgang mit der Ressource Zeit

Wer nicht den Mut hat, Nein zu sagen, dessen Ja hat keinen Wert. Kurt Schumacher Menschen unterscheiden sich charakteristisch danach, wie sie mit ihrer Zeit umgehen, wobei es je nach Situation auch Mischtypen gibt: Chaotisch, spontan Kreative lieben es, wenn es irgendwie ungeordnet zugeht, sind im Allgemeinen sehr flexibel, treffen gerne Entscheidungen. Ordnungsliebende Perfektionisten wollen, dass alles seinen festen Platz und Ort besitzt, planen meist gerne, ausgiebig und langfristig. Tatkräftige Fleißige und Zeitdruck liebende Macher müssen irgendwie… Weiterlesen »Umgang mit der Ressource Zeit

Der 60-Sekunden-Stress-Test

Einem Leitfaden von Marianne Holzhüter (GPM/IPMA Projektmanagement-Fachfrau (Level D)), derzeit Doktorandin der CAU/FH Kiel, verdanke ich den Hinweis auf den „60-Sekunden-Stress-Test“ von David Lewis (1997), den dieser in seinem Buch „Ab heute hab ich immer Zeit!“ beschreibt, um festzustellen, was für ein Stresstyp jemand ist. Der 60-Sekunden-Stress-Test Nehmen Sie eine Taschenuhr oder eine andere Uhr – etwa auf Ihrem Mobiltelefon – mit Sekundenzeiger oder digitalen Sekundenanzeige und warten Sie, bis der Zeiger genau auf der Zwölf bzw.… Weiterlesen »Der 60-Sekunden-Stress-Test

Das ARCS Modell des Instruktionsdesigns

Die zentralen Elemente des von Keller & Kopp (1987) entwickelte ARCS Modell sind Aufmerksamkeit, Bedeutung der Lerninhalte, Erfolgszuversicht und Zufriedenheit (Attention, Relevance, Confidence, Satisfaction). Aufmerksamkeit erreicht man etwa durch Verwendung neuer, überraschender, widersprüchlicher oder ungewisser Ereignisse. Neues, Paradoxes, Unstimmiges oder Komplexes regt die Neugier der Lernenden an. Eine Überdosierung kann aber auch abschreckend wirken. Dabei kann nformationssuchendes Verhalten erreicht werden, indem man die Lernenden mit Fragen oder zu lösenden Problemen konfrontiert oder sie Fragen selbst formulieren lässt,… Weiterlesen »Das ARCS Modell des Instruktionsdesigns

Farbassoziationen und Farbwirkungen

Farben in den Medien rufen Assoziationen hervor, denn jede Farbe erzeugt eine andere emotionale und psychologische Wirkung, sie können eine Botschaft verstärken oder den Empfänger verwirren, haben je nach Kontext meist positive und negative Mitbedeutung. Psychologisch betrachtet kommen die Farbwirkungen in der Regel durch emotionale Interpretationen zustanden, wobei das gelernt ist und viele der Wirkungen zum Teil auf der Nutzung von Farben als Ordnungs- bzw. Sicherheitssystem beruhen. Es gilt heute als nachgewiesen, dass bestimmte Farben auch eine… Weiterlesen »Farbassoziationen und Farbwirkungen

Auswertung des 60-Sekunden-Stress-Tests

Weniger als 55 Sekunden: Sie zeigen Symptome der sogenannten Zeitmangelerkrankung, wie Lewis es nennt. Je weniger Zeit vergangen ist, desto ernsthafter sind Sie betroffen. Machen Sie sich aber keine Sorgen – Sie können unnötigen Stress einfach verhindern. Zwischen 55 und 65 Sekunden: Sie leiden nicht an der Zeitmangelerkrankung, dennoch sollten Sie einige Stunden am Tag Zeit finden, das zu tun, was Sie tatsächlich wollen. Mehr als 66 Sekunden: Glückwunsch! Sie kämpfen weder um noch gegen die Zeit!… Weiterlesen »Auswertung des 60-Sekunden-Stress-Tests

Prozessverlauf von Aggressionen bei Kindern und Jugendlichen

Stufe 1: Wahrnehmung Auf dieser Stufe wird entschieden, ob ein Ereignis oder ein Reiz als bedrohlich gilt oder nicht. Dabei unterscheiden sich Kinder z.B. in ihren Wahrnehmungsgewohnheiten. So erleben aggressive Kinder eine bestimmte Situation als sehr viel bedrohlicher als nicht aggressive Kinder. Es erfolgt hier also die Entscheidung: „bedrohlich oder unbedrohlich“. Stufe 2: Handlungsauswahl Nachdem ein Ereignis als bedrohlich wahrgenommen wurde, wird jetzt auf dieser Stufe entschieden, wie man darauf reagieren will (=Handlungsimpuls). So kann man auf… Weiterlesen »Prozessverlauf von Aggressionen bei Kindern und Jugendlichen