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Neuronale Netzwerke entwickeln sich auch ohne Glutamat

Das menschliche Gehirn verarbeitet Informationen in einem Netzwerk von Milliarden Nervenzellen, die über hundert Billionen Kontaktstellen (Synapsen) miteinander verbunden sind. An diesen Synapsen führen elektrische Impulse einer sendenden Nervenzelle zur Freisetzung von chemischen Botenstoffen, die von nachgeschalteten Nervenzellen empfangen und wieder in elektrische Signale umgewandelt werden. Auf diesem Prinzip der chemischen Signalübertragung basiert die Kommunikation aller Nervenzellen, die in Form von Netzwerken für die Steuerung aller Körperfunktionen verantwortlich sind. Nach der gängigen Lehrmeinung müssen Nervenzellen im Gehirn… Weiterlesen »Neuronale Netzwerke entwickeln sich auch ohne Glutamat

Bewerbungtipps: Vorstellungsgespräch

Wenn Du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, sollst Du darauf so gut wie möglich vorbereitet sein. 1. Informiere Dich über das Unternehmen Hier gibt es z.B. die Möglichkeiten, sich die Web-Seite des Unternehmens (wenn vorhanden) anzusehen oder sich Informationsmaterial zuschicken zu lassen. 2. Stelle Fragen über das Unternehmen zusammen, die Du während des Bewerbungsgesprächs stellen willst. Damit zeigst Du Interesse und hast weiters die Möglichkeit, das Gespräch aktiv mitzugestalten! Du sollst jedoch keine grundsätzlichen Fragen stellen, denn… Weiterlesen »Bewerbungtipps: Vorstellungsgespräch

Gewalt bei Frauen

Gewaltdelikte von Frauen nehmen zu, wobei im häuslichen Umfeld mehr Frauen aggressiv und gewalttätig sind als Männer, denn so ist Kindstötung meist ein Delikt der Mutter. Weibliches Gewaltverhalten zeichnet sich vorwiegend dadurch aus, dass es eher reaktiv ist und sich gemeinhin im Kontext sozialer Beziehungen abspielt, denn die meisten Gewaltopfer von Mädchen sind deren Geschwister und Gleichaltrige, während Opfer der Gewalt erwachsener Frauen überwiegend der Partner oder ihre Kinder sind. Mädchen haben für ihr gewalttätiges Verhalten oft… Weiterlesen »Gewalt bei Frauen

Die Deutung der Emotion von Hunden

Zwischenfälle zwischen Menschen und Hunden passieren vor allem dann, wenn Menschen nicht in der Lage sind, die Signale von Hunden richtig zu deuten. Man geht jedoch davon aus, dass der Mensch seit mehr als 40000 Jahren mit den Hunden verbündet ist, sodass Hunde im Lauf dieser langen Domestikationsgeschichte die Fähigkeit entwickelt haben, menschliche Gesten und Sprache zu verstehen, wobei sie sogar den Tonfall und Gesichtsausdruck von Menschen richtig deuten können. Man vermutet auch, dass sich in dieser… Weiterlesen »Die Deutung der Emotion von Hunden

Wirksamkeit von Selbstkontrolltrainings

Zahlreiche Studien belegen, dass Selbstkontrolle in verschiedensten Lebensbereichen positiv wirkt, etwa mehr Erfolg zu haben, stabilere soziale Beziehungen zu besitzen und sich in besserer körperlicher und psychischer Gesundheit zu befinden. Friese et al. (2017) haben in einer Metaaanalyse, in die auch unveröffentlichte Arbeiten mit einbezogen wurden, untersucht, ob sich diese Fähigkeit auch trainieren lässt. Dabei wurde vor allem die Wirksamkeit von Selbstkontrolltrainings untersucht, wobei hinter diesen Trainings meist das Ressourcenmodell der Selbstkontrolle steht. Dieses Modell geht davon… Weiterlesen »Wirksamkeit von Selbstkontrolltrainings

Proaktiv-instrumentelle und reaktiv-­impulsive Gewalt

Das menschliche Gehirn lernt früh, archaische Impulse wie Gewalt zu unterdrücken, wobei Gewalt immer dann entsteht, wenn das Gehirn die Kontrolle nicht übernehmen kann. Allerdings gibt es mehrere Faktoren, die das Ausmaß der Gewaltbereitschaft mitbestimmen. Dabei spielt die ­genetisch-epigenetische Ausstattung, also die Gene und die Art und Weise, wie sie wirksam werden, eine bedeutende Rolle. Hinzu kommt die Gehirnentwicklung nicht nur der einzelnen ­Areale, sondern es kommt auch auf die Stärke der Verbindungen ­zwischen dem limbischen System,… Weiterlesen »Proaktiv-instrumentelle und reaktiv-­impulsive Gewalt

Neuronen und Gliazellen

Neuronen und Glia sind die Zellen, aus denen das menschliche Gehirn besteht, wobei Neuronen und die meisten Gliazellen im Cortex, also jener Gehirnregion, die Wahrnehmung, Sprechen und Denken ermöglichen, aus einer bestimmten Art neuraler Stammzellen erzeugt werden, den Radiärfaserglia (radial glia progenitors). Dabei kontrolliert – wie am Mausmodell festgestellt wurde – ein Gen namens Lgl1 die Produktion bestimmter Neuronen im Cortex, sodass dieses Gen eine Rolle in der Produktion anderer Arten von Neuronen und Gliazellen nach der… Weiterlesen »Neuronen und Gliazellen

Lesegeschwindigkeit

Brysbaert (2019) hat basierend auf einer Metaanalyse von 190 Studien aus den letzten zwei Jahrzehnten festgestellt, dass die durchschnittliche stille Leserate für Erwachsene im Englischen 238 Wörter pro Minuteund für Sachbücher und 260 Wörter pro Minute für Belletristik beträgt. Man fand außerdem relativ große interindividuelle Unterschiede, d. h., die Spannbreite reichte von 175 bis 300 Wörtern bei Sachtexten, bei fiktionalen Texten waren es 200 bis 320. Bei laut gesprochenen Texten schafften Leserinnen und Leser etwa 183 Wörter… Weiterlesen »Lesegeschwindigkeit

Was Experten zum Umgang mit Stress raten

Stress ist potenziell schädlich, zwar nicht akut, aber bei einer Dauerbelastung. Bekanntlich hat die menschliche Reaktion auf Stress zwei Seiten. Der Körper versucht, mit einer äußerlichen Belastungssituation passend umgehen zu können, was zunächst einmal nicht unbedingt etwas Schlechtes ist, sondern eine schützende Funktion besitzt. Dabei laufen komplexe Prozesse im menschlichen Gehirn und im Körper ab, die dazu führen, dass unter anderem Energiereserven mobilisiert werden und die Aufmerksamkeit erhöht wird, sodass man in Gefahrensituationen schnell und fokussiert reagieren… Weiterlesen »Was Experten zum Umgang mit Stress raten

Auswirkungen des Fernsehkonsums bei Erwachsenen

Es gibt zahlreiche Untersuchungen über die Auswirkungen des Fernsehens auf die Kognition bei Kindern (Stangl, 2012), doch viel weniger Forschung über die Auswirkungen bei älteren Erwachsenen. Fernsehen ist für das menschliche Gehirn insofern paradox, als permanent wechselnde sensorische Stimuli das Gehirn bis zum Stress aktivieren, während der Körper in mehr oder weniger Bewegungslosigkeit verharrt, wodurch einerseits die Wachsamkeit hoch gehalten wird wird, gleichzeitig das Gehirn aber die Fähigkeit verliert, sich zu fokussieren. Fancourt & Steptoe (2019) haben… Weiterlesen »Auswirkungen des Fernsehkonsums bei Erwachsenen