Zusammenhang zwischen Arbeit und Geld

Einige Irrtümer, denen Menschen beim Zusammenhang zwischen Arbeit und Geld unterliegen:

  • Der Belohnungsirrtum: Viele Menschen werden vom Traum, später einmal als Rentner oder Millionäre das nötige Geld zu besitzen, um endlich das zu tun, was sie wollen. Doch dies Vorstellung ist eine Illusion, denn frei sind Menschen entweder immer oder nie. Diese Haltung, dass Menschen sich Gutes erst verdienen müssen, führt sie nicht in die Freiheit, sondern in die Selbstausbeutung.
  • Der Jäger- und Sammlerirrtum: Schnäppchenjäger und Shopaholics sind immer auf der Jagd nach Dingen, doch die Gefahr ist, dass es immer etwas Besseres, Schnelleres, Schöneres der gleichen Kategorie gibt, was man danach haben will. Daher hält die Freude über das Erworbene nur kurz an, denn das Gehirn passt sich an und schüttet den Dopamin nicht länger aus, wenn man sich an etwas gewöhnt hat.
  • Der Besitzirrtum: Menschen meinen, dass wenn sie „genug“ Geld besitzen, wären sie glücklich, doch „genug“ gibt es nicht, da sich der Maßstab im Laufe des Lebens immer weiter nach oben verschiebt, sodass es immer auch die Angst gibt, Besitz zu verlieren (Easterlin-Paradox). Psychologisch betrachtet macht das Gefühl, genug Geld zu besitzen, glücklicher als der Besitz selbst, da die Bewertung entscheidend ist.
  • Der Motivationsirrtum: Menschen, die aus Freude arbeiten, sind weniger depressiv im Vergleich zu Menschen, die vorwiegend aus Notwendigkeit oder für Karriereziele arbeiten.
  • Der Prioritätsirrtum: Untersuchungen zeigen, dass soziales Engagement und Beziehungsziele langfristig zufriedener machen als materielle und Karriereziele.

Quelle: WirtschaftsWoche vom 25. März 2014.