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Psychologische Tipps zum Abnehmen

Im Ratgeber des NDR fanden sich einige auch psychologisch gut begründbare Tipps zum Abnehmen, denn der Grund für Übergewicht ist häufig eine gestörte Kontrollfunktion im Gehirn, wobei an der Steuerung von Appetit und Essverhalten zahlreiche Hormone beteiligt sind, die direkt im Gehirn wirken. Die Kontrollfunktion ist insofern für das Übergewicht verantwortlich, da selbst dann, wenn dem Körper ausreichend Nahrung zur Verfügung steht, das Gehirn nicht den erwartbaren Befehl gibt, jetzt nichts mehr zu essen. Diese Fehlsteuerung kann aber durch ein gezieltes Verhaltenstraining umprogrammiert werden, das in den meisten Fällen nachhaltiger wirkt als eine bloße Diät. Langfristig kann ein Verhaltenstraining dazu führen, dass sich der hormonelle Regelkreis im Körper wieder auf ein natürliches Maß einpendelt und sich die Nahrungsaufnahme allmählich wieder an der natürlichen Regulation der Nahrungsaufnahme durch das Gehirn orientiert.

Hilfreich ist dabei, regelmäßig zu essen, um Heißhunger und damit eine häufig darauf folgende unkontrollierte Nahrungsaufnahme zu vermeiden. Auch sollte es kein Verbot bestimmter Lebensmittel geben, wenn man Appetit darauf hat, denn das führt dazu, dass das Essverhalten von Verboten geregelt wird und dass man beim Essen dieser heißbeliebten Nahrungsmittel Schuldgefühle entwickelt. Auch sollte man niemals aus emotionalen Gründen essen, etwa bei Stress oder Trauer.
Am Wichtigsten aber ist es, mit dem Essen aufzuhören, wenn man satt ist, wobei das am besten gelingt, wenn man langsam und in kleinen Portionen isst, denn es dauert eine gewisse Zeit – bis zu einer Viertelstunde -, bis das Sättigungsgefühl des Magens auch im Gehirn ankommt. Wesentlich ist auch, dass man Essen als etwas Positives erlebt und nicht als bloße Einschränkung der Lebensqualität.
Eine Selbstverständlichkeit ist es auch, sich nicht ununterbrochen auf der Waage zu kontrollieren, sondern allmählich ein Gefühl für das richtige Ausmaß der Nahrungmenge zu entwickeln, und damit das Gewicht langsam, aber kontinuierlich zu reduzieren.
Einige kleine psychologische Tricks können dabei helfen, etwa das Essen auf eher kleinem Geschirr anzurichten, denn so wirken auch kleinere Portionen etwa größer. Unterstützend kann man seinen Teller zuerst mit Salat oder Gemüse füllen, dann erst Fisch, Fleisch und Beilagen wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln anzurichten.
Eine der zielführendsten Maßnahmen ist allerdings, sein Essen langsam zu kauen, dabei das Besteck wegzulegen und erst wieder etwas vom Teller aufzunehmen, wenn das gekaute Essen geschluckt wurde. Besonders vorsichtig sollte man auch beim Essen und Trinken in Gesellschaft sein, wobei man sich dabei am langsamsten Esser orientieren kann.