Soziale und schulische Benachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund

Menschen mit Migrationshintergrund können drei verschiedenen Wanderungsgenerationen angehören und fünf verschiedene Formen des Aufenthaltes aufweisen. Schüler aus Familien mit Migrationshintergrund sind meist in Schulen mit hohem Ausländeranteil untergebracht und oft sozial und schulisch benachteiligt. Die Schule versucht mit verschiedenen Methoden diese Benachteiligungen auszugleichen. Um den geringeren Erfolg aufgrund eines geringeren Leistungspotentials auszugleichen (= primärer sozialer Effekt), kann man zum Beispiel Förderunterricht, gezielter Sprachunterricht etc. einsetzen, um die einzelnen und betroffenen SchülerInnen optimal zu fördern. Der sekundäre Effekt liegt darin, dass vorhandenes Leistungspotential nicht wahrgenommen, vom Kind nicht verwirklicht bzw. falsch eingeschätzt wird. Um diesen auszugleichen, müsste man gegen die Eltern-Entscheidungen für die Übergänge verschiedener Schulformen und gegen die Verzweigungspunkte im Schulsystem vorgehen. Dies kann am besten durch die Ganztagsschule und einem System ohne äußere Selektion erreicht werden (vgl. Khan-Svic, 2008, S. 569f).
Literatur
Khan-Svic, G.  (2008). Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund – soziale und schulische Benachteiligung? Erziehung und Unterricht, 7-8, 560 – 570.