Mit Sprachreflexion Irrtümer und Missverständnisse in der Wissenschaft reduzieren

Mit Sprachreflexion Irrtümer und Missverständnisse in der Wissenschaft reduzieren
In den Wissenschaften – selbst in Linguistik, Philosophie, Psychologie, Theologie – wird häufig ein naiver Sprachgebrauch gepflegt; er lässt unreflektiert, ob ich in der Äusserung des Anderen tatsächlich seine Information wahrnehme, oder ob ich eigene Urteile spiegele. Irrtumsmöglichkeiten werden damit potenziert. Diese Diagnose veranlasste Professor Dr. Harald Schweizer (Tübingen) zur Publikation einer interdisziplinären textwissenschaftlichen Propädeutik.
Das Buch bietet einen – semiotisch fundierten – Theorierahmen; fächerübergreifend verstehbar leitet der Autor zu den einzelnen Analyseschritten an; die Analysepraxis wird anhand von – teils amüsanten -Beispielen deutlich. An Genesis 22 („Isaaks Opferung“) dreht die sorgfältige, für andere kontrollierbare Beschreibung der sprachlichen Struktur die bisherigen Einsichten zum Text komplett.
Sprachreflexion ist für Harald Schweizer kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für qualifiziertes wissenschaftliches Arbeiten. Der Autor, „gelernter“ Alttestamentler, lehrt „Methodik computerunterstützter Textinterpretation“ an der Universität Tübingen (Fakultät für Informations- und Kognitionswissenschaften).
Quelle / Links:
Harald Schweizer: Fantastische Opferung Isaaks – Textanalyse in Theorie und Praxis. Lengerich: Pabst Science Publishers. ISBN 3-89967-303-4.
Kontakt:
harald.schweizer@uni-tuebingen.de
www.ct.informatik.uni-tuebingen.de
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