Gruppenpsychotherapie

Die Gruppenpsychotherapie nutzt die in einer Gruppe auftretenden speziellen Gruppenphänomene (Gruppendynamik, Übertragung, Gegenübertragung) für die Psychotherapie, indem mehrere KlientInnen in der Gruppe behandelt werden. Der Begriff „Gruppenpsychotherapie“ wurde zum ersten Mal in den frühen 1940er Jahren von Jakob L. Moreno, dem Begründer des Psychodramas, verwendet.Gruppenpsychotherapien erlauben eine ökonomische Anwendung von Psychotherapie bei einer Vielzahl von Problemfeldern und Störungen und sind im Hinblick auf ihre Wirksamkeit sehr gut abgesichert. In der Regel wird eine Gruppengröße von sieben bis zwölf Personen als ideal angesehen, wobei vier TeilnehmerInnen  als Minimum gelten. Die Gruppenmitglieder sitzen im Kreis, so dass sich alle in die Augen sehen können. Hinzu kommen ein oder manchmal auch zwei Therapeuten. In Ausbildungsgruppen ist fallweise auch ein Beobachter anwesend, der nicht am Gruppengeschehen teilnimmt. Auf Grund der Ökononomie werden Gruppenpsychotherapien im ambulanten und institutionellen Rahmen in Zukunft an Bedeutung gewinnen, da sie eine kosten- und zeiteffektive Behandlung in der psychotherapeutischen Versorgung darstellen.

Renommierte Autoren liefern umfassende Hinweise zu Anwendungen, ExpertInnen aus den jeweiligen Anwendungsfeldern stellen die relevanten theoretischen Informationen sowie Handlungsempfehlungen für die Arbeit bei verschiedenen Störungsbildern und Anwendungsbereichen ausführlich dar. Das Buch ist in sechs Teile gegliedert:

  • Grundlagen,
  • Gruppenpsychotherapeutische Veränderungstheorien,
  • Gruppenpsychotherapieforschung,
  • Störungsspezifische und Störungsorientierte Gruppenpsychotherapie,
  • Verschiedene Anwendungsbereiche von Gruppen,
  • Ausbildung.

Siehe auch Psychodrama und Gruppenpsychotherapie