Generation Google – iPad und iPhone als Wissensspeicher

Eine Studie über die Anpassung der UserInnen an Google zeigt, dass Menschen heutzutage ihr Gedächtnis ins Netz ausgelagert haben und zuerst an den Computer denken, wenn sie etwas nicht wissen und Hilfe oder Rat suchen. Allerdings ist das äußerst flüchtiges Wissen, denn das Gedächtnis prägt sich bekanntlich weniger gut ein, was man jederzeit wieder im Internet abrufen kann – sofern man Zugang dazu hat, was in Zeiten der iPhones und iPads kein Wunder ist. Menschen gehen immer mehr eine Symbiose mit ihren iPads und iPhones ein und wachsen in solcherart verbundene Systeme hinein, deren Erinnerung weniger in der konkreten Information besteht, sondern mehr im Wissen darüber, wo man die Information finden kann. Viele Menschen sind daher vom Internet bzw. von iPhones und iPads so abhängig geworden wie früher von Freunden, d.h., wenn sie die Verbindung zum Netz verlieren, ist es beinahe so, als hätten sie einen Freund verloren.

Literatur
Sparrow, Betsy, Liu,Jenny & Wegner, Daniel M. (2011). Google Effects on Memory: Cognitive Consequences of Having Information at Our Fingertips. Science  DOI: 10.1126/science.1207745.