Die K-A-U-B-Formel als Vortragsstruktur

Jede Präsentation und jeder Vortrag sollte einer nachvollziehbaren Struktur folgen, wobei die K-A-U-B-Formel eine einfache Möglichkeit darstellt, jeden Vortrag in eine sinnvolle Struktur zu bringen. Die vier Buchstaben stehen im einzelnen für

  • Kontaktphase
    Hier wird zunächst der Kontakt zum Zuhörer / zur Zuhörerin hergestellt. Man sollte versuchen, durch einige persönliche Worte (sog. „Eisbrecher„) oder eine Geschichte eine positive Beziehung zu seinem Gegenüber herzustellen. Es gilt hier eine Grundregel: Man sollte nur jene Themen ansprechen, für die man auch ein Grundinteresse aufbringt, ansonsten wirkt es sehr schnell aufgesetzt und die positive Absicht verkehrt sich ins Gegenteil. In jedem Fall sollte der Einstieg die ZuhörerInnen interessieren und die Bedeutung des Themas für die ZuhörerInnen verdeutlichen
  • Aufmerksamkeitsphase
    Nun ist es an der Zeit, dem Gegenüber die Vortragsthemen zu benennen. Im Prinzip stellt man -auch bei Vorinformation- die geplante Thematik kurz dar. Auch Informationen über das Ziel des Vortrags sowie über den geplanten Zeithorizont sind gesprächsfördernd.
  • Unterrichtung
    Dies ist nun der Vortrag bzw. die Präsentation selbst. Hat man mehrere Themen abzuarbeiten, so tut man dies der Reihe nach. Dabei sollten Themen nicht vermischt werden. Zusätzlich zieht man nach jedem Thema ein Zwischenfazit.
  • Bekräftigung
    Am Ende eines Vortrags steht das Gesamtfazit. Alle Punkte, die einem wichtig sind, werden hier noch einmal wiederholt. Zudem ist es immer gut, wenn am Schluss eines Vortrags bzw. einer Präsentation eine Botschaft steht. Merke: was der Zuhörer bzw. die Zuhörerin am Ende hört, wird in der Regel am besten erinnert. Zudem sichert man hier noch einmal das Vermeiden von Missverständnissen ab.

Quelle
http://paedpsych.jku.at/internet/ARBEITSBLAETTERORD/UNTERRICHTSFORMORD/rhetorik.html (02-01-02)