Diagnostik-System für gefährdete Kinder

Eine Diagnostik bei Kindeswohlgefährdung ist ohne fundiertes und umsichtiges Fachwissen, ohne gefährdungsspezifische Sensibilität im Beratungsalltag, ohne internalisierte Routinen der Beobachtung und ohne Beherrschen eines ausgefeilten Verfahrensablaufs nicht möglich, denn ohne diese Kompetenzen läuft die Diagnostik trotz aller fachlichen Qualität Gefahr, beliebig und nach Gefühl statt einheitlich und systematisch eingesetzt zu werden. Wilhelm Körner, Franz Heuer und Günther Deegener haben zur Kindeswohl-Prüfung einen detaillierten Diagnostik-Prozess („Erfassung von Kindeswohlgefährdung in Theorie und Praxis“) entwickelt, der sich auf evaluierte psychologische Methoden stützt.
Für die ersten beiden Stufen „Dringlichkeitseinschätzung“ und „Sicherheitseinschätzung“ ist eine hinreichende testdiagnostische Kompetenz aller Fachkräfte erforderlich. „In den weiteren Klärungsstufen wird zumindest eine entsprechende diagnostische Basiskompetenz erwartet; die Fähigkeit zu einer tiefergehenden testdiagnostischen Klärung kann in diesen Fällen auch von speziell qualifizierten Personen im Team eingesetzt werden.“ Körner et al. haben bei der Entwicklung ihrer professionalisierten Diagnostik darauf geachtet, Intuition und Analyse systematisch miteinander zu verschränken. Der Prüfprozess in einer Beratungsstelle oder anderen Einrichtung kann allerdings nur dann zum Erfolg führen, „wenn er nicht an der institutionellen Schnittstelle endet“, sondern in die weiteren Kinder- und Jugend- Hilfesysteme „mit einer gemeinsamen Fachsprache“ integriert ist. Ein umfassendes System zur Identifizierung familiärer Problemkonstellationen. Franziska Vogt-Sitzler resumiert in Socialnet.de: „Die sehr unterschiedlichen Artikel lösen den Anspruch einer konkreten.

Siehe dazu auch Um das Kindeswohl kümmern sich zu viele verschiedene Institutionen