Der Hawthorne-Effekt

Der Hawthorn-Effekt besagt, dass jede Veränderung der Umgebung (etwa am Arbeitsplatz) eine kurzzeitige Verbesserung nach sich zieht. Da Veränderung generell den Hawthorn-Effekt hat, die Akteure zu stimulieren, kann sogar aus negativer Veränderung ein kurzzeitiger Anstieg der Produktivität resultieren. Der Name Hawthorne-Effekt stammt aus einem frühen Experiment des Organisationsmanagements welches in den “Western Electric Hawthorne Works” in Cicero, Illinois von Professor Elton Mayo in den Jahren 1927-1932 durchgeführt wurde. Das Management versuchte den optimalen Grad der Beleuchtung der Fabrikhallen herauszufinden. Da die Beteiligten wussten, dass es sich um eine Studie handelte reagierten sie auf alle Lichtveränderungen mit einer Steigerung ihrer Produktivität.
Beim Hawthorne-Effekt handelt es sich also um eine unspezifische Reaktionsverzerrung, die dann auftritt, wenn das Verhalten der Versuchsperson allein dadurch beeinflusst wird, dass sie an einer Untersuchung teilnimmt. D.h. wenn sie z.B. weiß, dass sie von einem Versuchsleiter beobachtet wird, oder es für bemerkenswert hält, dass gerade sie ausgewählt wurde, an der Untersuchung teilzunehmen. Menschen verändern also ihr Verhalten manchmal allein deshalb, weil sie wissen, dass sie beobachtet werden. Somit kann ich schließen mit: I’m watching you…